Neue Fans

Nicht nur die Nazis von „Altermedia“ erfreuen sich an den Sangeskünsten der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“. Die Band, die in diesem Jahr unter anderem auf dem „Linken Liedersommer“ und dem „Festival des politischen Liedes“ auftrat, wird auch von anderen Nazis gelobt. Auf der Internetseite der NPD-Landtagsabgeordneten Gitta Schüssler, die die NPD-Unterorganisation „Ring Nationaler Frauen“ mitbegründete und bis zum September 2009 als deren Vorsitzenden fungierte, findet sich der Artikel eines „Freien Nationalisten“, der „Die Bandbreite“ in den höchsten Tönen lobt.

Es würde sich „definitiv ein näherer Blick“ lohnen, heißt es gleich in den ersten Zeilen. Im Artikel wird das Lied „Selbst Gemacht“ erwähnt, das die historischen Ereignisse von Pearl Harbour und die des 11. Septembers 2001 umdeutet. In dem Lied würden „die miesen Tricks der Yankees beleuchtet, mit denen sie dem Rest der Menschheit einen Krieg nach dem anderen aufdrücken“, heißt es im Artikel auf der Seite der NPD-Landtagsabgeordneten. Generell würde die Band „sehr viele interessante Informationen verpackt (…) in eingängigen Melodien“ bieten.

Die „Botschaft wird interessant und einprägsam vermittelt“, heißt es in einer Art Fazit, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, dass „Die Bandbreite“ und seinesgleichen „denselben Feind“ bekämpfen würden. Das sollte „allen im Gedächtnis bleiben“, beendet der Autor seine Huldigung der Band.

Es können sich also auch durchaus auch Nazis an den kruden Texten der „Bandbreite“ erfreuen. Die Organisationen, die der „Bandbreite“ immer wieder ein Podium bieten, wird wahrscheinlich auch solches Lob nicht stören.

Kommentare sind geschlossen.