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Rausch gegen Israel

Rosa Luxemburg schrieb in dunklen Zeiten, dass zum „systematischen Morden (… ) erst der entsprechende Rausch erzeugt werden“ müsse. Ein Mensch, der sich dieser Aufgabe auf eine ganz besondere Weise verpflichtet zu haben scheint, ist der Politiker der Linkspartei Hermann Dierkes. Fast hat es den Anschein, als habe es sich Dierkes zur Lebensaufgabe gemacht, gegen den israelischen Staat zu hetzen.

Dierkes scheint den „entsprechenden Rausch“ zu erzeugen, der notwendig ist, um die mörderischen Taten der antisemitischen Hamas und der anderen palästinensischen Organisationen, zu legitimieren. Hermann Dierkes ist Duisburger: Einer Stadt, die vor allem durch die blutige Loveparade berühmt und berüchtigt ist. Dort sitzt Dierkes als Fraktionsvorsitzender für „Die Linke“ im Rat der Stadt; immer geht gegen Israel. Das zeigt auch ein „Offener Brief“, den Dierkes vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte.

Der Anlass war ein antisemitisches und geschichtsrevisionistisches Pamphlet, das auf der Internetseite der Linkspartei zu Duisburg zu entdecken war. In diesem Flugblatt, das eigentlich von „Radio Islam“ stammt, wurde die Shoah geleugnet und zum Boykott israelischer Produkte und Waren aufgerufen.

Nachdem einige Weblogs – unter ihnen das bekannte Internetportal Ruhrbarone – über das Flugblatt berichteten, vermuteten die Verantwortlichen der Linken aus Duisburg zunächst, dass sich ein „Rechter in die Partei eingeschmuggelt und das Flugblatt eingestellt“ haben sollte. Später erstattete der Kreisverband Anzeige gegen Unbekannt.

Hermann Dierkes verfasste unterdessen den erwähnten „Offenen Brief“, der unter anderem in der nationalbolschewistischen „Jungen Welt“ veröffentlicht wurde. Dort imaginierte sich Dierkes als „Opfer“ einer „offenbar konzertierten Aktion“. Als Urheber der „Aktion“machte Dierkes im verschwörungsideologischen Slang die israelische Regierung aus:

Wir haben Grund zur Annahme, dass sie (…) von der israelischen Regierung dafür bezahlt werden.

Ansonsten nutzte Hermann Dierkes den Vorfall, um das zu tun, was er anscheinend zu seiner Berufung gemacht hat. Dierkes forderte den Boykott gegen Israel und stellte die merkwürdige rhetorische Frage: „Was gibt es daran zu nasen?“ In seinem „Offenen Brief“ hetzte der Politiker gegen den israelischen Staat, den er mit dem ehemaligen Apartheidregime in Südafrika gleichsetzte.

Die Behauptung, die darauf angelegt ist, den Rausch zu erzeugen, der zur Vernichtung des israelischen Staates notwendig sein wird, gehört zum Standardrepertoire des Politikers. Deutlich wird das auch durch ein aktuelles Interview, das Dierkes dem Online-Portal „Freiheitsliebe“ gegeben hat. In diesem Interview ging Dierkes allerdings noch einen Schritt weiter:

Ich frage mich des Weiteren, wie Menschen, die von ihrem Antifaschismus, ihrer Friedensliebe und emanzipativen Einstellung überzeugt sind, Mittel und Methoden gegen die Palästinenser gutheißen, die verdammt nahe dran sind, an dem was die Nazis in den dreißiger Jahren getrieben haben.

Die Israelis als neue Nazis? Dierkes scheint von dieser unsäglichen Behauptung überzeugt zu sein. Sie ist eines seiner unsäglichen Mittel, um den „entsprechenden Rausch“ zu erzeugen, dem sich Dierkes scheinbar verpflichtet hat. Ein anderes Mittel ist der Israel-Boykott, den Dierkes auch im Interview mit dem Online-Portal propagiert.

Da ist es fast verständlich, dass Dierkes diejenigen Menschen innerhalb der Partei „Die Linke“, die solch einem Unterfangen – das an die berüchtigte „Kauft nicht bei Juden“-Kampagne erinnert – nicht zustimmen, besonders lautstark bekämpft. Er sieht ein „Häufchen von Denunzianten in der LINKEN“, die für ihn natürlich „keine Linken, sondern nützliche Idioten einer kolonialen Staatsmacht“ seien, denen er zudem „etwas Psychopathisches“ nachsagt.

Ansonsten gibt sich Dierkes reichlich Mühe, den israelischen Staat „als koloniales Projekt“ zu verunglimpfen. Auch solche Behauptungen gehören zum Standardrepertoire des Hermann Dierkes. Der „Rausch“ ist „seit jeher die wohlbegründete Methode der Kriegsführenden“, hatte Rosa Luxemburg in einem anderen Zusammenhang geschrieben. Das sich Hermann Dierkes im geistigen Kriegszustand, gegen den israelischen Staat und seine Verteidiger_innen, befindet ist offensichtlich.