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Das Zitat

Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.

Mit diesem Zitat wird Politik gemacht. Es findet sich in den Büchern deutscher Verschwörungsideologen, auf den Plakaten von Occupy-Aktivisten und auf den Internetseiten der Nationaldemokratischen Partei Deutschland (NPD). Es wird ab– und umgewandelt und hat verschiedene Formen angenommen, die sich doch alle ähneln.

Der Verschwörungsideologe Oliver Janich benutzt eine leicht abgewandelte Form des Zitats, um seine eigenen Artikel zu bewerben. Der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar benutzt es ebenfalls in einem Artikel, mit dem die Nazi-Aktivitäten gegen Europa und für die Deutsche Mark bejubelt werden. Aktivist_innen aus der „Occupy-Bewegung” trugen es auf ihren Aufmärschen, um ihre Ressentiments mit einem griffigen Zitat zu untermauern. Als Urheber für das ab– und umgewandelte Zitat wird Henry Ford benannt.

Dies ist die Geschichte eines Zitats, das vor mehr als 60 Jahren von einem Antisemiten in die Welt gesetzt wurde und das bis in die Gegenwart benutzt wird.

Henry Ford war nicht nur Autoproduzent, der mit seiner „Tin Lizzy”, die am Fließband produziert wurde, seinen Teil zur Modernisierung der kapitalistischen Produktion beitrug, sondern auch der Herausgeber verschiedener antisemitischer Machwerke.

Für sämtliche Kriege und vor allem den ersten Weltkrieg machte der Autobauer „internationale Finanziers” verantwortlich. Es handele sich um „internationale Juden”, die eine „Bedrohung” darstellen würden. Ford war Herausgeber des „Dearborn Independent”, in dem von 1920 bis 1927 verschiedene antisemitische Pamphlete erschienen, die sich auf die „Protokolle der Weisen von Zion” bezogen. Es handelt sich um jenes antisemitische Pamphlet, das die Grundlage zahlreicher verschwörungsideologischer Konstrukte darstellt und die Programmatik und Praxis des weltweiten Antisemitismus bis heute bestimmt.

Henry Ford und seine Mitarbeitern veröffentlichten dieses Dokument des Hasses in der eigenen Zeitung. Dort wurde der Mythos von der jüdischen Weltverschwörung propagiert. Hier wurden jene verschwörungsideologische Konstrukte reproduziert, mit denen Jüdinnen und Juden eine ungeheuere Macht nachsagt wird. Diese antisemitische Hetze erschien auch in Buchform. Die Artikel wurden zwischen 1920 und 1922 als Buchreihe herausgegeben, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

In Deutschland begeisterten sich daher die dortigen Antisemiten für den Autoproduzenten. Adolf Hitler lobte „Heinrich” Ford in den höchsten Tönen. Er sei ein „großer Mann”, schrieb Hitler. Ford wurde zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag der „Verdienstorden vom Deutschen Adler” verliehen. In dem Land, das die industrielle Vernichtung praktizieren sollte, erschien die Hetze des Henry Ford weiterhin in Buchform:

In Amerika den Anstoß zur Aufrollung der Judenfrage gegeben zu haben, dafür gebührt Henry Ford Dank. Er hat, aufs Ganze gesehen, eine große Tat vollbracht.

So lobten die deutschen Nationalsozialisten ihren Kameraden aus den USA, der mit seiner antisemitischer Hetze, an die er sich später nicht mehr erinnern wollte, Generationen von Antisemiten begeistern sollte.

Heute wird die Ideologie des Henry Ford eher verschwiegen. Dafür kursiert das angebliche Zitat in jenen Zusammenhängen, die ebenfalls dem Glauben an eine mächtige Weltverschwörung, die Medien, Politik und die Ökonomie kontrolliert, verfallen sind. Sie berufen sich auf einen Antisemiten, um ihren eigenen verschwörungsideologischen Wahn zu belegen.

Für Ford waren es die Rothschilds und Warburgs, die zum Ziel seiner antisemitischen Kampagnen wurden und denen eine unglaubliche Macht nachgesagt wurde. Sie würden die amerikanische Zentralbank (FED) kontrollieren und gleichzeitig den Bolschewismus finanzieren: So lautete die Anklage der damaligen Antisemiten. Ähnlich klingen die Anklagen vieler heutiger Verschwörungsideologen.

Henry Fords Warnung vor dem „Geldsystem” wurde tatsächlich durch einen anderen Politiker bekannt gemacht, der ebenfalls dem antisemitischen Wahn verfallen war. Charles Gustav Binderup war von 1935 bis 1939 Mitglied des Kongresses. Er berief sich in einigen Reden auf den Autoproduzenten und gab das Zitat wieder, das bis heute in den einschlägigen Kreisen benutzt wird, um die angebliche Weltverschwörung zu belegen.

Seine Reden wurden in der Zeitschrift „Social Justice” abgedruckt, die vom antisemitischen Pfaffen Charles Coughlin herausgeben wurde. „Father Coughlin” wurde durch seine antisemitische Hetze bekannt. In seiner Zeitschrift erschienen zum Beispiel die „Protokolle der Weisen von Zion”. In der „Social Justice” wurden aber auch die Tiraden des Kongressabgeordneten Binderup abgedruckt, der sich vor allem an der amerikanischen Zentralbank FED und an jenen Bankiers abarbeitete, denen er eine unglaubliche Macht nachsagte. Er sprach von „internationalen Bankiers” und meinte die Rothschilds, Warburgs und Morgans, die er für den ersten und den herannahenden zweiten Weltkrieg verantwortlich machte. Seine Hetze wurde durch die Antisemiten um „Father Coughlin” entsprechend gewürdigt, den Binderup wiederum als „die größte Kraft für das Gute in unserer Nation” huldigte.

In der antisemitischen Zeitschrift des Pfaffen erschienen zahlreiche Artikel, die den Kongress-Abgeordneten und seine Gesetzes-Initativen in den höchsten Tönen lobten. Dort veröffentlichte Binderup einen Brief, den er von einem Farmer erhalten haben wollte und mit dem die nationalsozialistische Eroberungspolitik verteidigt wurde. In Leserbriefen meldeten sich seine Anhänger_innen zu Wort, die zum Beispiel darüber berichteten, dass sie die Reden des Charles Binderup auf handlichen Flugblättern verbreiten würden. Monate später berichteten sie, dass sie die Hetze in achtzehn verschiedene Bundesstaaten und nach Kanada verschickt hätten.

Die Hetze des antisemitischen Kongress-Abgeordneten Binderup, der sich auf Henry Ford berief, erreichte so einen gewissen Bekanntheitsgrad. Heute erinnert sich kaum jemand an diesen Vordenker der Verschwörungsideologen, doch das Zitat, das er in die Welt setzte, ist durchaus bekannt. So warnen Verschwörungsgläubige mit Henry Ford vor dem „Geldsystem”, das in deren Phantasie durch die üblichen Verdächtigen kontrolliert wird.

Es stammt entweder tatsächlich von dem bekannten Antisemiten Henry Ford oder es wurde von seinem antisemitischen Fan in die Welt gebracht, der heute fast vergessen ist. So oder so wird es bis heute benutzt, um an den Wahn von der Weltverschwörung, die angeblich die Ökonomie kontrolliert, anzuknüpfen.

Reichsbandbreite

Am Donnerstag, den 26.07.2012 zeigte der Spartensender ZDF Neo einen weiteren Teil seiner Reihe „Wild Germany”. Diesmal ging es nicht um Metal, Crystal-Meth oder Satanismus, sondern um das Milieu der selbsternannten „Reichsbürger”. Diese glauben tatsächlich, dass das „Deutsche Reich” bis heute existiert. Sie haben zahlreiche Pseudo-Institutionen geschaffen.

Es gibt verschiedene „Reichskanzler” und„Reichsregierungen”, die miteinander konkurrieren. Sie versorgen ihre Anhänger_innen mit Ausweisen, Nummernschildern und anderen Devotionalien. Diese Pseudo-Dokumente können zum Beispiel über eine „Reichsmeldestelle” beantragt werden. Ein „Reichspersonenausweis” kostet 50 Euro, ebensoviel wird für einen „Reichsführerschein” verlangt.

Die Ideologie der Fans des „Deutschen Reiches” wirkt auch auf weite Teile der Verschwörungsszene. Hier gibt es eine wechselseitige ideologische Übereinstimmung. Inbesondere die Behauptung, dass es sich bei der Bundesrepublik Deutschland in Wirklichkeit nur um eine Firma der Alliierten handeln würde, erfreut auch „Truther” und „Infokrieger”, die sich ansonsten mit der Umdeutung des 11. September, der angeblichen Macht der Rothschild-Familie oder mysteriösen Erdbebenwaffen befassen.

Dort ist die Phrase von der „BRD-GmbH” außerordentlich weit verbreitet. So reimt der Verschwörungsrapper „Guantana Mohr” in seinem Lied „Besatzungsmächte Raus“ über die „BRD-GmbH”. Auf zahlreichen Internetseiten der „Infokrieger” wird der Mythos von der „BRD-GmbH” ebenfalls beworben.

Der Reporter Manuel Möglich besuchte nun für den Spartensender des ZDF verschiedene „Reichsbürger” und ließ sie in seiner Dokumentation ausführlich zu Wort kommen. Er interviewte „Reichskanzler” Norbert Schittke und zukünftige „Reichsbürger”. Außerdem besuchte er einige Veranstaltungen, auf denen die „Reichsbürger” ihre krude, deutsche Ideologie vorstellten.

Einer dieser Besuche führte Möglich in eine Werbeveranstaltung der „Exilregierung Deutsches Reich”. Dort informierte Alexander Schlowak, der als„Innenminister der Exil Regierung des Deutschen Reiches” in Erscheinung tritt, über seine Kleinst-Organisation. Der „Reichsbürger”, der in Berlin „auf dem Gebiet der Finanzdienstleistung und dem Versicherungswesen” tätig ist , eröffnete seinen Vortrag mit einem Lied, das zur Hymne zahlreicher Verschwörungsfans geworden ist.

„Was ist los in diesem Land” stammt von der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite”. Das Lied zeichnet sich nicht nur durch einen positiven Bezug auf Deutschland aus, das von „Banken und Bonzen”kaputtgemacht werden würde, sondern stilisiert dieses wahnsinnig gefährliche Land auch noch zum„Vasallen der USA”. Im Video zum Lied ist eine Dose Zyklon B zu sehen: Währenddessen reimt die Band über einen „Völkermord” in Afghanistan. Auf diese Weise wird die industrielle Vernichtung der Jüdinnen und Juden verharmlost und die Singularität der Shoa in Frage gestellt. Politiker werden als „verhurte Volksvertreter” bezeichnet, während im weinerlichen, moralisierenden Tonfall von „Mama” gejammert wird:

Ich seh’ mich um in meinem Land, Mama weiß nicht mehr wie es weitergeht.

Kein Wunder, dass sich auch Nazis für das Lied der Band begeistern. Es sind nicht nur die „Reichsbürger” der „Exilregierung Deutsches Reich”, sondern auch die Nazis der NPD, die die Band in den höchsten Tönen loben.

Sie würde beim „mu­si­zie­ren in­ter­es­san­te und auf­schluß­rei­che welt­an­schau­li­che Ele­men­te“ auf­grei­fen, heißt es in einem Werbeartikel der NPD-Hamburg. Die sächsische Landtagsabgeordnete Gitte Schüssler veröffentlichte ebenfalls Werbung. Ge­ne­rell würde die Band „sehr viele in­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen ver­packt (…) in ein­gän­gi­gen Me­lo­di­en“ bieten, hieß es dort. Die antisemitische Nazi-Seite„Altermedia” bewarb wiederum einige Videos der Band. Die rechte Wochenzeitung Junge Freiheitveröffentlichte ebenfalls einen Jubelartikel.

Während sich alte und neue Nazis für die Band begeistern, scheint dieser das Lob von ganz, ganz Rechts eher peinlich zu sein. Die Huldigungen aus der Nazi-Szene wurden bisher dezent verschwiegen. Nach der ZDF-Sendung bequemten sich die Verschwörungsbarden allerdings zu einer halbherzigen Distanzierung:„Mit dieser Gruppe haben wir nichts zu tun, gesschweige denn wissen wir überhaupt, was sie tun und wer sie sind”, schreibt die Band auf ihrer Facebook-Seite.

Die Frage, warum sich Nazis für die Lieder der Band begeistern, wurde dort selbstverständlich nicht beantwortet. Schließlich ignoriert die Band die ideologischen Übereinstimmungen, die dazu führen, dass auch ein „Reichsbürger” die Lieder der Band zur Werbung für das „Deutsche Reich” benutzen kann. Prompt meldeten sich auch die Fans der Band zu Wort, die ebenfalls dem Wahn von der „BRD-GmbH” verfallen sind. Ein Groupie schreibt zum Beispiel auf der Facebook-Pinnwand der Band:

fakt ist aber das deutschland besetzt und nicht souverän so wie kein friedensvertrag hat (…). ausserdem ist der BRD wirglich nur eine GmbH.

Die Band sollte sich über ihre Fans nicht wundern. Schließlich produziert sie Musik, die nicht nur Verschwörungsgläubige, sondern auch Nazis begeistern kann. Sie haben mit ihren Inhalten die rechten Geister gerufen, die sie nun nicht mehr loswerden. Diese Band hat nach wie vor genau die Fans, die sie verdient.

Aufmarsch der Anti-Europäer

Am Freitag, den 08.06.2012, trafen sie in Berlin zusammen. Die Kader der Partei der Vernunft (PdV), die Leser der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit und andere Wutbürger versammelten sich vor dem Reichstag, um gegen einen angeblichen „kalten Staatsstreich” zu protestieren, den sie mit dem ESM-Vertrag verwirklicht sehen.

Sie fürchten um ihren deutschen Nationalstaat, der durch „Banker” bedroht werden würde. Ganz verschwörungsideologisch wurde die kapitalistische Krise als eine „vom weltweiten Banken-Kartell seit September 2008 selbst inszenierten Krise” gedeutet, die, so die den Nationalsozialismus verharmlosende Formulierung, zu einem „finanziellen Reichstagsbrand” geführt hätte. Vor eben jenem Reichstag sammelten sich etwa dreihundert Euro-Gegner_innen.

Dort lauschten sie den Reden, eine wurde von einer rechten Ikone gehalten, die ansonsten unter anderem für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ schreibt. Eine weitere Rede hielt der Organisator persönlich. Daniel Neun betreibt die verschwörungsideologischen Internetseiten „Radio Utopie” und „Net News Global”. In einem Interview mit der antisemitischen Internetseite „Muslim-Markt” macht Neun aus seinen politischen Vorstellungen kein Geheimnis:

Dann kommt hier andauernd in diesem Land einer an und will mit mir über die Schoa diskutieren.

So jammert der Autor dort. Doch eigentlich hat er noch ganz andere Ziele. Irgendwann möchte Neun wieder Drehbücher schreiben, nämlich dann, wenn der Autor „als Journalist erst die Medienmafia, dann die Parteien-Mafia, dann die Musikindustrie und dann die Schurken aus der Filmindustrie platt gemacht” hat.

Diesen deutschen Feldzug führt Daniel Neun mit seinen Internetseiten, dort finden sich Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus. Das ehemalige Mitglied des Linkspartei-Vorläufers WASG bezeichnet die heutige Partei zum Beispiel ganz verschwörungsideologisch als „Fantompartei eines Tiefen Staates in der Republik, der an ihrem Sturz arbeitet”.

Die Linkspartei sei Teil einer „bizarren und historisch präzedenzlosen Querfront von Antidemokraten gegen die deutsche Verfassung und Republik”. Die angebliche Verschwörung der mächtigen Super-Banker, die die Bundesrepublik mit einem perfiden Plan, der Finanzkrise, abschaffen wollen, umfasst in der wundersamen Welt des Organisators unter anderem alle Bundestagsparteien.

Den Glauben an die große Verschwörung unterstreicht Neun auch durch die Beiträge, die auf Internetseite „Radio-Utopie“ veröffentlicht werden. Diese Seite will etwas wie eine Nachrichtenagentur sein, dort finden sich weitere Verschwörungsmythen, vom 11. September 2001 bis zu den Morden des Anders Behring Breivik. Derartige Mythen propagiert Neun gerne auf Demonstrationen. Eine bizarre Wutrede ist von einer anderen anti-europäischen Manifestation überliefert, beim Aufmarsch in Berlin brüllt Neun ebenfalls gegen die EU, den Euro und die bürgerlichen Parteien an.

Sein verschwörungsideologisches Weltbild scheint die Unterstützer der anti-europäischen Manifestation, dessen Grundlage die nationalistische Sorge um den deutschen Nationalstaat sein dürfte, nicht zu stören. Schließlich handelte es sich um ebenso rechte wie verschwörungsideologische Euro-Hasser, die sich um die Existenz des deutschen Nationalstaates sorgen und mit dem antikommunistischen Kunstbegriff „EudSSR“ vor der Europäischen Union warnen.

Da wäre zum Beispiel das „Aktionsbündnis Direkte Demokratie”, das vor allem Demonstrationen in Stuttgart und Karlsruhe durchführte. Das „Bürgerbündnis” wird von zwei Kadern der „Partei der Vernunft” (PdV) geleitet, die für diese Polit-Sekte eine anti-europäische Vorfeldorganisation geschaffen haben.

Die Partei, um den Verschwörungsideologen Oliver Janich, macht seit Jahren gegen den Euro mobil und träumt von der Deutschen Mark und dem Regiogeld. Im gültigen Parteiprogramm fordert die Partei der Vernunft, zur Freude der „Truther” und „Infokrieger”, eine Neuuntersuchung der Ereignisse des 11. September 2001. Zur Demonstration hatten Partei-Kader sogar einen Kleinbus gechartert, mit ihren blauen Fahnen sorgten sie für optische Aufheiterung des tristen Szenarios.

Eine weitere Unterstützerin der Demonstration war Beatrix von Storch, die unter anderem als „Sprecherin” einer Gruppe namens „Zivile Koalition e. V.” auftritt. Sie veröffentlichte im Vorfeld sogar einen amüsanten und bedrohlichen Videoaufruf, der sich gegen eine Gruppe richtete, die sie als „Ur-Oligarchie” bezeichnete.

Die geborene „Herzogin von Oldenburg” machte sich, vor ihrer Karriere als Ikone der europamüden konservativen Rechten, für die Rechte von Junkern und Adel stark, die durch die Enteignungen in der ehemaligen DDR um Schloss und Hof gebracht wurden. Heutzutage setzt sie sich nicht mehr für Alt-Nazis und andere deutsche Opfer ein, sondern sie macht gegen den ESM-Vertrag mobil. Sie organisiert Vorträge, etwa mit Hans-Olaf Henkel oder redet auf Demonstrationen. Dort träumen die Teilnehmer von der einen, neuen und großen Partei, die gegen den Euro mobil macht.

Als Autorin des Weblogs „Freie Welt” und als Youtube-Video-Filmerin erreicht Beatrix von Storch Wutwähler. Ihre Arbeit wird immer wieder in der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit beworben, für die die umtriebige von Storch auch als Autorin tätig ist. Im Vorfeld berichtete die Wochenzeitung erfreut:

Anti-ESM-Protest erreicht Berlin.

In vielen Artikel werden die Pressemitteilungen der „rechtspopulistischen Bloggerin” aufgegriffen, die für die Zeitung aber auch schon mal einen Kommentar über den ESM-Vertrag verfassen durfte. Als Rednerin durfte Frau Storch auch in Berlin gegen den ESM-Vertrag anschreien, währenddessen wurden Flugblätter der rechten Zeitung verteilt.

Über Wochen wurde die Organisation Attac als Unterstützerin der anti-europäischen Aktion aufgeführt. Erst einem Tag vor der Demonstration kam es zu einer halbherzigen Distanzierung:

Attac sieht in dieser Demo den Versuch, die Schuldenfrage mit nationalistischen und chauvinistischen Inhalten zu verbinden, die den Zielen von Attac diametral entgegen stehen.

Trotz dieser Distanzierung trat ein wichtiges Attac-Mitglied auf der Demonstration auf. Es handelt sich um Lony Ackermann, die in ihren wilden 90ern noch in der FDP aktiv war. Als der Antisemit Jürgen Möllemann den Tod per Fallschirm wählte, verbreitete sie Verschwörungsmythen. Damals sagte sie dem Spiegel:

Die Mörder sind unter uns.

Sie munkelte von „weltweit Verdächtigen”, die für den Tod des FDP-Populisten verantwortlich sein sollten. Heute ist Lony Ackermann allerdings mit anderen Dingen beschäftigt. Als Mitglied des Attac-Rates, dem höchsten Gremium dieser Organisation, widmet sie sich der Europäischen Union, „mit ihren ungeheuerlichen, undemokratischen Herrschaftsstrukturen”. Auf der Demonstration in Berlin hielt Ackermann ebenfalls eine Rede.

Außer diesen Gestalten, die die Sorge um den Nationalstaat vor den Reichtstag brachte, gab es noch einige kleine Blogs, die den Aufmarsch unterstützten. Da wäre zum Beispiel „Jenny’s Blog”. Dort wird nicht nur der ESM-Vertrag einer Pseudo-Kritik unterzogen, sondern auch über einen „Prozess der ganzheitlichen Geilheit” informiert:

Deshalb fordere ich: ‘Lasst uns weiter ficken!’ Wir brauchen eine Wirtschaftsordnung ohne Verwerfungen, wo Leistung und Geilheit sowie auch Ungeilheit sich in Balance zu einenander befinden.

Es war eine bunt-braune Mischung, die vor dem Reichstag zusammenkam. Verschwörungsideologen, Europa-Gegner und Deutschland-Fans, huldigten gemeinsam dem deutschen Nationalstaat und warnten vor angeblichen Reichtstagsbränden und Ermächtigungsgesetzen. Kein Wunder, dass die „Nationaldemokratische Partei Deutschland” (NPD) diesem Spektakel nicht abgeneigt war. Im Vorfeld hatte die Partei eine Pressemitteilung veröffentlicht, mit der sie ihre Teilnahme ankündigte.

Einige Anhänger der „Occupy-Bewegung” riefen zunächst ebenfalls zum gespenstischen Stelldichein mit den andere Europa-Gegnern auf. Auf der „Occupy”–Internetseite „Alex11” wurde sogar der Aufruf zum Aufmarsch veröffentlicht. Doch dann folgte eine eine Erklärung von Aktivist_innen „des Arbeitskreises Anti-ESM“. Dieser distanzierte sich von „OrganisatorInnen, UnterstützerInnen und allen nationalistischen Beteiligten der Demonstration“, solidarisierte sich im Gegenzug aber mit „Menschen, die aus anderen politischen Motiven die Demo besuchen werden“.

Die Organisator_innen veröffentlichten im Vorfeld ebenfalls eine halbherzige Distanzierung: „Sollten sich also Nazis (…) am 8. Juni zu unserer Demonstration gesellen, so werden wir (…) ihnen deutlich machen, daß sie dort nicht hingehören“. Doch davon konnte keine Rede sein. Etwa 20 Nazis beteiligten sich an der anti-europäischen Aktion. „Stoppt den ESM“, forderte die NPD. „Stoppt den ESM“, forderten die übrigen Demonstrant_innen. An der Teilnahme der Nazis schien sich auch in Berlin nun niemand zu stören.

Die Nazis trafen auf Verschwörungsideologen von der Partei der Vernunft”(PdV) und auf die rechtskonservativen Fans der Jungen Freiheit. Unterstützt wurden sie durch einige Anhänger der „Occupy-Bewegung“ und die Rednerin von Attac. Hier wurde eine bunt-braune Querfront ganz praktische Realität.

Truther von der NPD

Nicht nur die verschwörungsideologische Szene betreibt eine Umdeutung der historischen Ereignisse des 11. Septembers 2001. Eine derartige Deutung der Realität liegt auch Nationalsozialisten am Herzen, die mit der deutschen Verschwörungsszene den Hass auf die Vereinigten Staaten teilen. Während die Einen am 10. September 2011 zu einem Aufmarsch in Karlsruhe mobilisierten, an dem sich circa vierhundert Verschwörungsfans beteiligten, organisierten die Anderen am 10. Oktober 2011 eine ähnliche Aktion, auch wenn sich hier nur eine handvoll Teilnehmer einfand. „9/11 war ein Inside Job“ wurde auf beiden Veranstaltungen skandiert.

Am 13. Oktober 2011 wurde im bayrischen Oberviechtach ein Mahnmal zur Ehren der Opfer des 11. Septembers 2001 eingeweiht. Der Bezirksverband Oberpfalz der Nationaldemokratischen Partei Deutschland (NPD) störte die Feier mit einem Transparent, um die „Inside Job“-Lüge zu bewerben. Hier wurde die Nanothermit-Theorie, die von Verschwörungsideologen wie Niels Harrit beworben wird, verbreitet: „Beide Türme (…) wurden gesprengt“, lautete die Behauptung der Nationalsozialisten.

Auf dem Transparent war eine anti-amerikanische Grafik zu sehen, die die Freiheitsstatue zeigt, deren Kopf durch einen Totenkopf ersetzt wurde. Daneben waren die Name angeblicher Experten zu lesen, die ebenfalls die Verschwörungslügen zum 11. September 2001 bewerben. Hier fand sich beispielsweise der Name des amerikanischen Radiomoderators Alex Jones. Der ist ein nationalistischer Verschwörungsideologe, der die NPD allerdings für eine Erfindung des britischen Geheimdienstes hält. Außerdem wurde unter anderem der Schauspieler Charlie Sheen und der fanatische Antisemit und Holocaustleugner Horst Mahler als prominente „Befürworter“ des Verschwörungsirrsinns benannt.

Des Weiteren fand sich der Name Alexander von Bülow auf dem Transparent, mit dem die Nazis die Feier störten. Hier handelt es sich um einen Irrtum, denn der 1901 verstorbene Geheimrat konnte den 11. September 2001 nicht umdeuten, selbst wenn er es gewollt hätte. Die Nazis meinten wohl eher Andreas von Bülow, der der israelischen Regierung unterstellt „von den Anschlagsplänen gewusst und nur ihre eigenen Bürger gewarnt zu haben“.

Die Nationalsozialisten wollten durch die Störung der Feier „verdeutlichen, dass das 9/11-Denkmal hier nicht erwünscht ist“. In einem Bericht, der auf einer Internetseite der Nazi-Szene veröffentlicht wurde, ist außerdem von den „wirtschaftlichen und hegemonialen Interessen des amerikanischen Kapitals“ die Rede, das für die Anschläge des 11. Septembers 2001 verantwortlich gemacht wird.

Andere Verschwörungsideologen, die sich ansonsten von den Nationalsozialisten abgrenzen, werden hier wahrscheinlich begeistert zustimmen. Schließlich sind sie in ihrem Anti-Amerikanismus und der daraus resultierenden Verschwörungstheorie zum 11. September 2001 mit jenen Nazis vereint, die ebenfalls eine verschwörungsideologische Deutung der Realität betreiben.

Die heutigen und vor allem die historischen Nationalsozialisten sahen sich durch eine angebliche jüdische Weltverschwörung bedroht, die sie für den amerikanischen Kapitalismus und für den sowjetischen Bolschewismus verantwortlich machten. In den Vereinigten Staaten von Amerika imaginierten sie den Tod und die Zerstörung. Das hat sich bis heute nicht geändert. Der revisionistische Blick auf die terroristischen Anschläge vom 11. September ist aus dieser Perspektive nur konsequent.

Mit dieser Umdeutung der historischen Ereignisse des 11. Septembers 2001 geht es den Nationalsozialisten von der NPD um eine Umdeutung der Geschichte. Dies betrifft nicht nur den 11. September, sondern auch andere historische Ereignisse: Wenn die USA für die mörderischen Anschläge in Haftung genommen werden, kann man diesen Staat auch für andere Ereignisse – wie zum Beispiel den 2. Weltkrieg – verantwortlich machen. Für diese Umdeutung der Vergangenheit ist der 11. September 2001 ein Hebel, mit dem eine anti-amerikanische und letztendlich revisionistische Geschichtsschreibung vorangetrieben werden soll.

Anderen Verschwörungsfans und Verschwörungsideologen mag es nicht um einen derartigen Ansatz gehen, doch auch sie befeuern diesen mit ihren Kreideaktionen, Aufmärschen und Kongressen. Einige von ihnen würden im Stillen den Verschwörungstheorien der NPD-Oberpfalz zustimmen. Die Lüge vom „Inside Job“ ist schließlich auch ein Anliegen der deutschen Verschwörungsszene.

Nazifans

Noch mehr Fans für die Band „Die Bandbreite“. Auch diesmal handelt es sich um Nazis, die aus ihrer Begeisterung für die Band keinen Hehl machen. Nach den Naziseiten „Altermedia“, „Ex-K3″ sowie der NPD-Landtagsabgeordneten Gitta Schüssler, sind es nun Nazis aus Hamburg, die sich für die „Bandbreite“begeistern. Die macht unter anderem Verschwörungssongs zum 11. September 2001 oder deutschnationale WM-Hymnen. Für das Naziportal „Mein-HH“ aus der Hansestadt Hamburg war das wohl Grund genug, um sich ausführlicher mit der Band auseinander zu setzen. Der Artikel wurde wiederum von dem dortigen NPD-Landesverband übernommen: „Diese Musikgruppe sorgt seit geraumer Zeit durch systemkritische, gesellschaftskritische sowie soziale und nationale Themen immer wieder für Aufsehen“, loben die Hamburger Nazis die Band, die im diesem Jahr unter anderem auf dem „Linken Liedersommer“, dem „Festival des politischen Liedes“ und dem Ballermann-Event „Duisburg-Total“ aufgetreten ist. Die Band würde beim „musizieren interessante und aufschlußreiche weltanschauliche Elemente“ aufgreifen, schreiben die Nazis über die „volkssozialistische Musikgruppe“. Diese Band hat eben die Fans, die sie verdient.

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Alex Jones und die Nazis

Der Verschwörungsideologe Alex Jones, der sich selbst als „frei­heits­lie­ben­der pa­trio­ti­scher Ver­fech­ter der kon­sti­tu­tio­nel­len Re­pu­blik der Ver­ei­nig­ten Staa­ten“ versteht, ist kein Mensch, der es mit der Wahrheit allzu genau nimmt. Jones behauptet beispielsweise in verschiedenen Vorträgen, dass die NPD in Wirklichkeit eine Erfindung des britischen Geheimdienst wäre: „Es stellte sich vor kurzem heraus, dass die modernen Neonazis 1963 vom britischen Geheimdienst MI6 gegründet wurden“, behauptet Jones in einem seiner zahlreichen Vorträge, die durch den Jones-Anhänger Alexander Benesch, über die verschwörungsideologische Internetseite „Infokrieg.tv“, verbreitet werden.

Heute seien die „obersten 30 Leute“ der Partei gar „deutsche Geheimdienstagenten“ und der „deutsche Geheimdienst“ würde die Nazipartei leiten. So zumindest die Theorie des Alex Jones, der sich auf verschiedene englische Zeitungsberichte beruft. Doch die Fakten sehen ganz anders aus, als von Alex Jones dargestellt: Die britische Presse hatte 2002 tatsächlich berichtet, dass der Mitbegründer und zeitweilige Vorsitzende der NPD, der Alt-Nazi Adolf von Thadden, angeblich Kontakte zum britischen Geheimdienst MI6 gehabt hätte. Sie beriefen sich auf deutsche Presseberichte. Dort wurde der ehemalige Hamburger Verfassungsschutzchef Dr. Hans Josef Horchem zitiert, der sich auf namenlose englische Geheimdienstmitarbeiter berief, die ihm in den 70er Jahres des letzten Jahrhunderts berichtet haben sollten, dass Adolf von Thadden, in den 50er Jahren in „Kontakt“ zum britischen MI6 stand. Bei Alex Jones wird aus diesem „Kontakt“ nun das Truther-Märchen, dass der britische Geheimdienst, in den 60er Jahren die NPD erfunden hätte.

Ohne Beweis wird die Nazi-Organisation auf diese Art und Weise zu einem Exportprodukt des britischen Geheimdienstes gemacht. Dass sich zahlreiche Führungskader der NSDAP bereits lange vor der Gründung in verschiedenen Zirkeln, Organisationen und Parteien organisierten und die NPD eben eine Struktur dieser alten Nazis war, wird bei Jones verschwiegen. Wohl daher kein Wort über die „Deutsche Reichspartei“, den Naumann-Kreis und die anderen personellen Kontinuitäten und Seilschaften, die nach dem 8. Mai 1945 die Politik der NSDAP fortsetzen wollten.

Dafür lügt Jones, wenn er die Behauptung aufstellt, dass das Verbotsverfahren den „Beweis“ erbracht hätte, dass alle (!) Führungskader der NPD „Mitarbeiter des deutschen Geheimdienstes“ seien. Natürlich gab und gibt es Nazis in Führungspositionen, die mit dem Verfassungsschutz zusammenarbeiten. Bei ihnen handelt es sich allerdings nicht um Geheimagenten à la James Bond, sondern vor allem um überzeugte Nazis, die der Nazistruktur auf diese Art und Weise, zum Teil auch mit Wissen der Parteiführung, eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen können. Das Verbotsverfahren gegen die NPD wurde 2003 allerdings tatsächlich eingestellt, weil sich das zuständige Innenministerium weigerte, die Namen der V-Leute innerhalb der Nazi-Partei zu nennen.

Aus diesem Umstand nun die Behauptung abzuleiten, dass die Nazi-Partei komplett durch Mitarbeiter des bundesdeutschen Verfassungsschutz gesteuert werden würde, ist genauso realistisch, wie die Behauptung, dass die Regierungen durch Illuminaten, Aliens oder andere „Puppenspieler“ gesteuert werden würde.

Zufälligerweise ist aber genau so etwas eine der wichtigsten Theorien des Alex Jones, die dieser daher auch auf seine Geheimdienststory und die Nazis anwendet. Die wirklich Herrschenden würden, so halluziniert Jones, eine kleine „Gruppe von Provokateuren“ bezahlen und finanzieren, um „andere nationalistische Organisationen in Deutschland“, wie seine „Infokrieg“–“Truther“, „verbieten zu können, die sich für die Souveränität des Landes und gegen die Ausweitung der EU einsetzen“.

(…) Es ist simpel: (…) Erschaffe einfach Nazis, die ein paar Leute umbringen.

Nazis sind allerdings Nazis, weil sie Nazis sein wollen. Dieser simple Umstand wird von Jones geleugnet. Die nationalistische Konkurrenz, die seiner aufstrebenden „Wahrheitsbewegung“ schaden könnte, wird den angeblichen „Puppenspielern“ zugerechnet. Dieser Umgang macht das Vorgehen des Alex Jones doch mehr als deutlich, der lediglich seine eigentümliche Verdrehung der Realität verbreitet, die viel eher an einen James Bond Film erinnert, denn an die wirklichkeitsgetreue Abbildung der Verhältnisse.

Neue Fans

Nicht nur die Nazis von „Altermedia“ erfreuen sich an den Sangeskünsten der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“. Die Band, die in diesem Jahr unter anderem auf dem „Linken Liedersommer“ und dem „Festival des politischen Liedes“ auftrat, wird auch von anderen Nazis gelobt. Auf der Internetseite der NPD-Landtagsabgeordneten Gitta Schüssler, die die NPD-Unterorganisation „Ring Nationaler Frauen“ mitbegründete und bis zum September 2009 als deren Vorsitzenden fungierte, findet sich der Artikel eines „Freien Nationalisten“, der „Die Bandbreite“ in den höchsten Tönen lobt.

Es würde sich „definitiv ein näherer Blick“ lohnen, heißt es gleich in den ersten Zeilen. Im Artikel wird das Lied „Selbst Gemacht“ erwähnt, das die historischen Ereignisse von Pearl Harbour und die des 11. Septembers 2001 umdeutet. In dem Lied würden „die miesen Tricks der Yankees beleuchtet, mit denen sie dem Rest der Menschheit einen Krieg nach dem anderen aufdrücken“, heißt es im Artikel auf der Seite der NPD-Landtagsabgeordneten. Generell würde die Band „sehr viele interessante Informationen verpackt (…) in eingängigen Melodien“ bieten.

Die „Botschaft wird interessant und einprägsam vermittelt“, heißt es in einer Art Fazit, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, dass „Die Bandbreite“ und seinesgleichen „denselben Feind“ bekämpfen würden. Das sollte „allen im Gedächtnis bleiben“, beendet der Autor seine Huldigung der Band.

Es können sich also auch durchaus auch Nazis an den kruden Texten der „Bandbreite“ erfreuen. Die Organisationen, die der „Bandbreite“ immer wieder ein Podium bieten, wird wahrscheinlich auch solches Lob nicht stören.