Schlagwörter: Steiner

Zwerg im Kopf (II)

Die angebliche Existenz von „Zwergen“ und andere Fantasiegestalten ist ein Inhalt zahlreicher Artikel und Bücher der organisierten Anthroposophie, die über Waldorfschulen und Biohöfe gesellschaftlichen Einfluss erlangt. So schreibt der anthroposophische Autor Tho­mas Meyer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Erziehungskunst“ über seine angeblichen Erfahrungen mit „Zwergen“ und anderen Fabelwesen:

In einer Ecke des Ess­zim­mers saß ein Zwerg. Die­ser war sehr fest ge­formt, etwa einen hal­ben Meter hoch, dar­über wurde es sehr licht, weit und weise. Schnell be­griff ich, die­ser Zwerg ist viel schlau­er als ich, er be­sitzt Wel­ten­weis­heit.

Solche Berichte sind keine Ausnahme. In einer etwas älteren Ausgabe der anthroposophischen Zeitschrift „Das Goetheanum“ (13/07) berichtet die anthroposophische Autorin Tallis Halliwell beispielsweise in einem Interview über ihre angeblichen Erfahrungen mit „Zwergen“ und „Gnomen“. Sie beruft sich auf den Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, dem sie geheimnisvolle Treffen mit „Elementarwesen“ andichtet.

Als Mensch war nur Rudolf Steiner da; und mit ihm die Elementarwesen von vielen Kulturen und Traditionen aus aller Welt. Naturgeister von allen Völkern, von den Indianern, Eskimos.

Der Guru der Waldorfschulen, Rudolf Steiner, propagierte die Existenz von sogenannten „Elementarwesen“, zu denen er „Gnome“ und „Zwerge“ zählte:

Gnomen heißen diese Wesenheiten, und zahlreiche Arten von ihnen beherbergt die Erde, und sie sind da zu Hause, wo sich der Stein mit dem Metall berührt. Recht sehr gedient haben sie früher den Menschen beim alten Bergbau, nicht beim Kohlenbergwerk, aber im Metallbergbau.

So fabuliert der Gründer der ersten Waldorfschule in einem seiner Vorträge. In Steiners Fußstapfen tritt Halliwell, indem sie Bücher verfasst, in denen sie ihre Erfahrungen mit kleinwüchsigen Wesen, die nichtmenschlicher Herkunft sind, niedergeschrieben hat. Die Zeitschrift „Das Goetheanum“ beklagt sich im Interview mit der „Naturgeister“-Expertin, dass „die Zeiten“ vorbei seien, „in denen viele Menschen noch eine reale Beziehung zu Zwergen, Gnomen und anderen elementarischen Wesen hatten, wie sie uns heute noch in Märchen und Geschichten begegnen“.

Derartige Artikel können einen Einstieg in eine Welt bedeuten, deren wahnhafter Charakter offensichtlich ist. Da existieren „Zwerge“, „Gnome“ und andere Gestalten, die vom Menschen gesehen werden können, wenn diese sich nur darauf einlassen, den „anthroposophischen meditativen Schulungsweg“ zu gehen. Zu diesem Zweck hat der bereits erwähnte Autor Thomas Meyer mehrere Bücher verfasst, die in einschlägigen esoterischen Kleinst-Verlagen erschienen sind.

Wir leben alle im Reich der Elementarwesen. Immer und überall durchdringen sie unsere Seele (…) Das flüssig geschriebene, authentische Buch berichtet von konkreten Begegnungen mit Zwergen, Riesen, Nixen, Feen, Elementarwesenkönigen, Körperelementarwesen, persönlichen Helferwesen und Karmawesen.

So bewirbt der Autor sein Machwerk. Bei organisierten Anthroposoph_innen, die oftmals auch als Pädagog_innen an Waldorfschulen und anderen pädagogischen Einrichtungen tätig sind, existert der Zwerg tatsächlich im Kopf: Vermittelt durch die esoterische Waldorf-Ideologie, deren Inhalte in anthroposophischen Zeitschriften und Büchern propagiert werden.

Waldorfschüler_innen werden ebenfalls mit „Zwergen“ und anderen Wesen konfrontiert. Davon zeugen bereits die zahlreichen Mythen, Märchen und Sagen, die den Schüler_innen an Waldorfschulen und den Kindern an Waldorfkindergärten vermittelt werden: In einer Reihe für Waldorfpädagog_innen, das als „Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten“ beworben wird, heißt es beispielsweise:

Aus Märchen und altem Wissen sind uns die Namen elementarer Naturwesen überliefert (…). Die Menschen lebten mit ihnen, überall waren kleine Wesen dabei (…). Noch eine Menschengruppe geht bis auf den heutigen Tag mit den Naturgeistern, den Spukgestalten, Kobolden und Damonen, Trollen und Gespenstern um. Das sind die Sensiblen.

Das Buch wirbt damit, „die Liebe der Kinder zu Zwergen und Elfen“ zu behüten. Als pädagogische Praxisbeispiele dienen einige handgefertigte Zwerge, die die Kinder anfertigen müssen, sowie einige Märchen und Sagen, die den Kindern erzählt werden sollen. Das pädagogische Buch aus dem Waldorfverlag „Freies Geistesleben“ bietet ansonsten einige Strickmuster für „Wurzel“–, „Kletter-“,„Wald“– „Haus“–, „Blaubär-“ und „Möhrenzwerge“, zu deren Anfertigung die Schülerinnen und Schüler genötigt werden.

Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten
Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten

In den Arbeitsmaterialien und den Waldorf-Zeitschriften finden sich Beispiele für einen pädagogischen Umgang, der die Existenz von „Zwergen“ und anderen Fantasiegestalten vermitteln soll. Hier werden die ideologischen Grundlagen, immer mit dem Verweis auf den Waldorf-Guru Rudolf Steiner, vermittelt. Die Fabelwesen aus der Waldorfwelt finden sich nicht nur in den anthroposophischen Propaganda-Erzeugnissen, sondern auch im täglichen Unterricht an den Waldorfschulen. Die Waldorfpädagogik und die Anthroposophie, die als Grundlage dient, ist nichts anderes als die wahnhafte, esoterische Verklärung der Realität, was die „Zwerge“ und „Gnome“ veranschaulichen.

Geheime Mächte & Arbeit im Gemüsebeet

Die Januar-Ausgabe der anthroposophischen Zeitschrift„Erziehungskunst“, die für 4,90 € aus der Welt der Waldorfschulen berichtet, beschäftigt sich mit dem Thema „Globalisierung“. Ein Blick in die Zeitschrift, die vom „Bund der Freien Waldorfschulen“ herausgegeben wird, macht deutlich, dass Anthroposophinnen und Anthroposophen gegen die Moderne agitieren, wenn sie von„Globalisierung“ sprechen.

Das verdeutlicht bereits das Editorial, das mensch wie folgt zusammenfassen könnte: Internet ist scheiße. Dieser Gedanke drängt sich beim Lesen der Zeilen, die Mathias Maurer zu verantworten hat, förmlich auf. Schließlich beklagt Maurer die„hektische Online-Geschäftigkeit“, die mit dem Internet einhergehen würde. Das Netz sei ein „globaler Gleichmacher und Beschleuniger“. Der Redakteur der „Erziehungskunst“ breitet im Editorial der Waldorf-Zeitschrift eine niedliche Verschwörungstheorie aus, mit der er dem Netz eine Art Omnipotenz unterstellt:

„Und in einem weiteren Punkt sind wir dem Internet bewusstseinsmäßig nicht gewachsen: Es manipuliert uns, ohne dass wir es merken“.

Maurer fordert daher, Schülerinnen und Schülern nicht nur „zu vermitteln, wie Computer funktionieren“, sondern „darüber aufzuklären, welche Abgründe sich hinter ihrer Nutzung auftun“.

Außer solchen Warnungen vor dem Internet finden sich in der„Erziehungskunst“ weitere Inhalte, die einen genaueren Blick lohnen. Während auf der einen Seite vor dem angeblich manipulierenden Netz gewarnt wird, findet sich auf der anderen Seite die Huldigung des bäuerlichen Landlebens.

In der Zeitschrift werden anthroposophische Biohöfe gelobt, „die eine Perspektive bieten für straffällige oder lernschwache Jugendliche“, die zum Kartoffel-Ernten anscheinend gerade gut genug sind. „Drogenkranke, Langzeitarbeitslose aber auch aktive Senioren“ werden ebenfalls zum Arbeitseinsatz benötigt. Neben solchen Problemfällen sind es aber auch „‚ganz normale‘ Kinder“, die die„Arbeit im Gemüsebeet“ und mit „den Kühen“ kennenlernen sollen. Während also auf der einen Seite eine Errungenschaft der Moderne, das Internet, abgelehnt wird, wird auf der anderen Seite der Bauernhof gelobt. Schließlich würde „die Natur, das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof, der Umgang mit seinen Pflanzen und Tieren“ einem höheren Zweck, nämlich „der Gesundung, der Therapie“ dienen.

Anthroposophinnen und Anthroposophen geht es allerdings nicht nur um die Ablehnung moderner Techniken und der Romantisierung der Natur. Bereits der Begründer dieser Lehrer, Rudolf Steiner, verfolgte mit seinen Theorien ein höheres Ziel. Ein Beispiel ist seine Theorie der „Sozialen Dreigliederung“, mit der die bürgerliche, kapitalistische Gesellschaft in Teilbereiche aufgeteilt werden sollte. Diese Theorie der„Sozialen Dreigliederung“ erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Der Anthroposoph Klaus Weißinger darf in der aktuellen „Erziehungskunst“ die Werbetrommel für die anthroposophische Wirtschaftstheorie rühren. Hier werden „Assoziationen“ beworben, in denen „Produzenten, Händler und Verbraucher an einem Tisch sitzen“.

Dem anthroposophischen runden Tisch, der alle Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Ökonomie beseitigen soll, sollen allerdings noch andere Instrumente hinzugefügt werden: Hier beruft sich Weißinger nicht nur auf Rudolf Steiner, sondern auch auf den „Zinskritiker“ Silvio Gesell, dessen Theorien als strukturell antisemitisch beschrieben werden können. Weißinger spricht sich gegen den „Zinseszins“ aus. Dieser sei „völlig unnötig“.  Stattdessen müsste „Geld im Sinne von Silvio Gesell ‚rosten‘ und nach Rudolf Steiner ‚altern‘“.

Bei solchen Forderungen gegen den „Zinseszins“ und für das rostende, alternde Geld verwundert die wenig später abgedruckte Anzeige des „Urauchhaus“-Verlags, in dem auch die nationalistischen Erinnerungen des „Erzoberlenkers“ Friedrich Rittelmeyer erschienen sind, in keiner Weise. Diesmal wird ein Buch des Anthroposophen Gerd Weidenhausen beworben. Die Anzeige wirbt mit einem „Blick hinter die Kulissen“. Dem Autoren sei es gelungen, „hinter die Kulissen zu leuchten und zu zeigen, wo die eigentlichen Akteure sitzen und an welchen Fäden sie ziehen“, heißt es im Stile einer drittklassigen Verschwörungsthorie, bei der natürlich geheime Mächte an Fäden ziehen.

Es geht um Russland und die USA, denen Weidenhausen, in einem weiteren Artikel, unter anderem vorwirft, dass deren „Geschichte letztlich ein Ergebnis eines Jahrhunderte währenden Einsaugens fremder Ideen und Konzepte“ sei. Russland sei an Beispiel für „Unbedarftheit, Zurückgebliebenheit und ein gehöriges Maß an Unreife“, schreibt Weidenhausen. Den USA wirft er dagegen einen „Missionarismus“ vor. Außerdem würde das Bild eines„eines neuen, jungen und in stetem Wandel begriffenen Land nicht“ der Realität entsprechen.

Neben solchen Ideen, die in der „Erziehungskunst“ beworben werden, finden sich weitere Artikel, die verdeutlichen, dass die heutige Anthroposophie genauso reaktionär ist wie bereits zu den Zeiten ihrer Gründung Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der nahende hundertfünfzigste Geburtstag des Gründers der Anthroposophie, Rudolf Steiner, ist auch für die „Erziehungskunst“ein Anlass, einen Blick in das Leben des großen Vorbildes zu werfen. Dieser Artikel stammt von Lorenzo Ravagli, der sich ansonsten auch über „faschistoide Antifaschisten“ erregt und dessen eingestelltes Buchprojekt mit dem Anthro-Nazi Andreas Molau für Aufmerksamkeit sorgte.

In der „Erziehungskunst“schreibt Ravagli über sein großes Vorbild. Ravagli berichtet aus verschiedenen Jugenderinnerungen Steiners und hebt einige Pfarrer hervor, die Steiner prägten. Er erwähnt – ohne Quellenangaben – einen besonderen Pfarrer, der die„Freimaurerei“ bekämpfte. Leider verschweigt Ravagli die antisemitischen Ausfälle des Pfarrers, die von Steiner mit einiger Begeisterung geschildert werden. In seiner Autobiographie „Mein Lebensgang“ schreibt Steiner über eine Predigt des Pfarrers, den er wie folgt zitiert:

Geliebte Christen, merket wer ein Feind dieser Wahrheit ist, zum Beispiel ein Freimaurer und ein Jude.

Steiner begeisterte sich an dieser Rede:

Die Tatkraft, mit der dies gesprochen wurde, gefiel mir ganz besonders.

Der Pfarrer habe„außerordentlich viel“ für seine „spätere Geistesorientierung“ getan, urteilte Steiner. Von den antisemitischen Tiraden des Pfarrers wird mensch allerdings nichts in Lorenzo Ravaglis Artikel erfahren, der diese Ausfälle des Pfarrers nicht erwähnt.

Ablehnung des Internets, Huldigung des Bauernhofs, verkürzte Kapitalismuskritik, Verschwörungstheorien und die Idealisierung des geistigen Vorbilds. Diese Inhalte finden sich in der Januar Ausgabe der„Erziehungskunst“. Die Zeitung zeigt die Positionierung von Anthroposophinnen und Anthroposophen deutlich auf. In der„Erziehungskunst“ wird esoterische, reaktionäre Propaganda betrieben, um anthroposophischen Institutionen wie Waldorfschulen und Kindergärten zu bewerben. Das ist auch in dieser Ausgabe der „Erziehungskunst“ nicht anders.

Erinnerungen des Erzoberlenkers

Seine Erinnerungen an eine „Lebensbegegnung“ findet sich in vielen Bücherregalen von Anthroposophinnen und Anthroposophen. Aktuell werden sie unter anderem in der Waldorf-Zeitschrift „Erziehungskunst“(02/11) beworben. Die Erinnerungen Friedrich Rittelmeyers – ein evangelischer Pfarrer, der sich zum Anhänger Steiners mauserte und zum ersten „Erzoberlenker“ der anthroposophischen, neugnostisch-esoterischen „Christengemeinschaft“ wurde – werden seit Jahrzehnten vertrieben. Der Verlag „Urachhaus“sieht in dem Buch eine Möglichkeit, sich „ein besonders authentisches Bild“ über Rudolf Steiner zu verschaffen.

Steiner ist bis heute die bestimmende theoretische Größe, der die Pädagogik an Waldorfschulen und die Praxis auf Bio-„Demeter“-Höfen bestimmt. Das Buch sei eine „Fundgrube für alle, die sich um ein lebensnahes Bild Steiners bemühen“, heißt es in der Verlagswerbung. So warf ich einen Blick in das Buch, um mir ein „ganz authentisches Bild“ zu machen.

Friedrich Rittelmeyer, der Autor des biographischen Buches, veröffentlichte im Übrigen bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts anthroposophische Titel, die so launige Namen wie „Deutschtum“ (1934), „Der Deutsche in seiner Weltaufgabe zwischen Rußland und Amerika“ (1932) oder „Rudolf Steiner als Führer zu neuem Christentum“ (1933) tragen. In der „Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner“(1928) findet sich ebenfalls die Begeisterung für das „Deutschtum“ und die „deutsche Weltaufgabe“. Den völkischen Jargon kann man auch in Rittelmeyers Erinnerungen entdecken.

In seinem Buch schildert der „Erzoberlenker“ Friedrich Rittelmeyer die Vorträge, die Steiner während des Ersten Weltkriegs hielt. Für ihn war Steiner ein Mensch, der eine „Liebe“ zur „deutschen Weltaufgabe“ vermittelte

„Nie habe ich ihn durch die Kriegsjahre hindurch einen intimen Vortrag halten hören, ohne das er die Gedanken aller Zuhörer auf die draußen Kämpfenden und auf die Gefallenen gerichtet worden wäre. (…) Seine Liebe gehörte der deutschen Weltaufgabe, aber es war eine Liebe der Hoffnung und der Sorge (…)“.

So erinnerte sich Rittelmeyer. Er begeisterte sich in seinem Buch für den Nationalismus Rudolf Steiners, den er für einen „Menschheitsführer“ hält. „Wenn ich nach den Wirkungen“ seiner Vorträge „urteilen soll, die sie auf mich selbst gehabt haben“:

In ihnen war alles da, was das junge deutsche Herz mit aller Begeisterung erfüllen konnte (…), was ihnen sittlichen Dauerhalt geben konnte (…), aus der allein die deutsche Kraft geboren wird (…). Das unruhige Geflacker des Nationalismus wurde zur heiligen Flamme, in der das Licht aber auch das der Opfer glühte.“

„Seine Liebe zum Deutschtum, ganz unverblendet und geistgeboren, blieb sich völlig gleich“.

Steiners „Liebe zum Deutschtum“ und zur „deutschen Weltaufgabe“, die sein Jünger Friedrich Rittelmeyer mit Begeisterung beschreibt, verdeutlichen den völkischen Wahn, dem die Vordenker der Anthroposophie verfallen waren. Vielleicht erklärt dieser Wahn andere Ideen Steiners, die von Friedrich Rittelmeyer geschildert werden.

Irgendwann nach dem Ersten Weltkrieg, wenige Jahre vor dem Tod Steiners, kam es zu einem Treffen im „Goetheanum“, dem anthroposophischen Wallfahrtsort in Dornach (Schweiz). Dort arbeitete Rudolf Steiner gerade an einer Holzplastik, die einen anthroposophischen Christus darstellen sollte. Die beiden anthroposophischen Vordenker debattierten an dieser Stelle über die „semitischen“ Hintergründe, über die Rudolf Steiner seinen Jünger aufklärte: Lediglich „die Partie um Mund und Kinn“ sei „semitisch“, „das Obere“ sei „arisch“.

Ansonsten liest sich das Buch wie eine plumpe Heldengeschichte um Rudolf Steiner, den Rittelmeyer zum anthroposophischen Superman stilisiert. Steiner ist für Rittelmeyer ein „Menschheitsführer“ und allen anderen Menschen überlegen. Der namenlose konkurierende „Arbeiterführer“ wird beispielsweise „so umgelegt, daß er den Saal verließ und draußen weinte“.

So zumindest Friedrich Rittelmeyer in seinen Lebenserinnerungen an Rudolf Steiner, die – wenn man dem anthroposophischen Verlag glauben will – ja eine „Fundgrube für alle“ sind, „die sich um ein lebensnahes Bild Steiners bemühen“. Diese „Fundgrube“ zeigt das völkische Denken Steiners deutlich auf.

Solche Ideen scheinen die heutigen Anthroposophinnen und Anthroposophen allerdings nicht zu stören. Wie sonst sollte man erklären, dass die Erinnerungen immer wieder neu aufgelegt und in der aktuellen Ausgabe der „Erziehungskunst“ beworben werden, damit möglichst viele Waldorfpädagoginnen und Pädagogen sowie irgendwelche anderen Fans der Anthroposophie, sich ein „lebensnahes Bild“ über den Gründer der Waldorfschulen verschaffen können.

Eine Kritik an dem völkischen Wahn wird man weder im Buch, noch in der „Erziehungskunst“ entdecken, die das Machwerk des Friedrich Rittelmeyer bewirbt. Bis heute scheint die überwiegende Mehrheit der Anthroposophinnen und Anthroposophen kein Problem mit Steiners „Liebe zum Deutschtum“ oder den Theorien Friedrich Rittelmeyers zu haben. Wie sollen sie auch den Wahn erkennen, den sie selbst noch teilen.

Quelle für alle Rittelmeyer-Zitate: „Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner“. Urachhaus Verlag. Stuttgart. 1970. Seite 52 ff.

Der anachronistische Zug der Anthroposophen

Zum hundertfünfzigsten Geburtstag (27. Februar 2011) des ideologischen Vordenkers der Anthroposophie, Rudolf Steiner, haben sich dessen Jünger eine geeignete Werbemaßnahme einfallen lassen, um die Ideen der Anthroposophie zu verbreiten.

Steiner war der Gründer der bekannten Waldorfschulen, außerdem berufen sich Demeter-Bio-Höfe auf den anthroposophischen Vordenker, der zu Lebzeiten von „Wurzelrassen“, „Volksgeistern“ und dem „amerikanischen Kulturtod“ halluzinierte. Das hat die unkritischen Groupies des anthroposophischen Scharlatans allerdings auch in der Vergangenheit nicht davon abgehalten, ihrem Idol in vielfältiger Form zu huldigen.

Neben den „zahlreichen akademischen, künstlerischen und interdisziplinären Veranstaltungen“, die zu Ehren Rudolf Steiners stattfinden werden, haben die Anthroposophinnen und Anthroposophen sogar einen ganzen Zug gechartert, der quer durch die Bundesrepublik und nach Österreich fahren soll, um die „Lebenstationen“ Steiners anzufahren.

Der „Rudolf Steiner Express“ wird nach Angaben der Veranstalter „vier Länder und 20 Städte“ bereisen, um die anthroposophische Ideologie zu bewerben. Diese Ideologie ist eine Lehre, die alles erklären soll. Es handelt sich um einen esoterischen „Erkenntnisweg“, der Zugang zu angeblichen geistigen Sphären ermöglichen soll. Rudolf Steiner formulierte allerdings auch rassistische Wahn-Ideen. Am bekanntesten ist wohl seine Theorie über das Lesen von „Neger“-Romanen:

„Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hineinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können – wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistigs Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.“
(Rudolf Steiner; GA 348, S. 185)

Es lassen sich viele weitere Beispiele für den Rassismus des geistigen Vordenkers der Waldorfschulen finden, der auch behauptete, dass es die „Weißen“ wären, „die das Menschliche in sich entwickeln“, während er jüdische Menschen als „Zersetzungsferment“ bezeichnete. Kein Wunder, dass sich auch Nazis, wie zum Beispiel der Ex-NPDler und jetzige PROler Andreas Molau für den anthroposophischen Guru begeistern. Diesen ehemaligen Waldorflehrer wird man allerdings nicht an Bord des „Steiner Express“ finden. Dafür allerdings andere anthroposophische „Reisebegleiter“, wie zum Beispiel die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“.

Ein Einzelticket kostet 400 Euro (1. Klasse), „Studenten und Pensionäre“ müssen ganze 150 Euro bezahlen (2. Klasse), besser situierte Waldorffans können auch für 500 (!) Euro pro Fahrkarte reisen. Nicht inbegriffen ist eine „Veranstaltungspauschale von EURO 150 pro Person“, die ebenfalls bezahlt werden muss. Immerhin kostet der Eintritt zum „Eröffnungsmatinée unter dem Ehrenschutz des österreichischen Bundespräsidenten am 27. Februar in der Nationalbibliothek (Wiener Hofburg)“ keinen Euro mehr.

Für die zahlenden Fans des anthroposophischen Gurus gibt es die Reise auf den Spuren des geistigen Vordenkers der Anthroposophie sowie einen „Speisewagen mit einem Menüangebot in 100% Bioqualität“. Der anachronistische Zug startet am 24. Februar 2011 in Köln und wird am 26. Februar in Wien ankommen. Von dort aus geht es zurück nach Köln, wo sich der anthroposophische Spuk am 28. Februar 2011 auflösen wird.

Engel-Propaganda

Die Dezember-Ausgabe der anthroposophischen Szene-Zeitschrift „Erziehungskunst“, die vom „Bund der Freien Waldorfschulen“ herausgegeben wird, macht den esoterischen Gehalt der Waldorf-Pädagogik deutlich. Bereits im Editorial wird der Begründer der Waldorfschulen, Rudolf Steiner, als „bedeutender Vordenker des 21. Jahrhunderts“ gehuldigt. Jener Rudolf Steiner, der von „Volksgeistern“,„Ätherleibern“ und anderen geistigen „Wesenheiten“ halluzinierte, sei nach wie vor „unverzichtbar“. Als Geist sei Steiner sogar bei der „Geburtstagsfeier“, die im schweizerischen Dornach stattfand, anwesend gewesen, behauptet Mathias Maurer im Editorial.

Im Innern der Zeitschrift geht es dann anthroposophisch zur Sache: „Mit den Engeln leben“, „Alltagsregeln für einen gesunden Lebenstil“ oder „Waldorf-Hochschulen sind ein Kultur-Impuls“ lauten lediglich einige Überschriften der Artikel. In denen geht es natürlich wieder um Rudolf Steiner, den Guru der Waldorfschulen. Henning Köhler bemüht den Guru beispielsweise, um auf angebliche „vorgeburtliche Ereignisse“ hinzuweisen. „Es sei unerlässlich , die Dimension der Ungeborenheit mitzudenken“, schreibt Köhler über diese angebliche „geistige Tatsache“. Kinder seien „auf eine neue Art von spirituellen Impulsen durchdrungen“ und würden bereits vor der Geburt „auf das in unserem Kulturraum (…) vorherrschende geistige und soziale Klima“ eingestimmt werden. Auch hier geht es also um die Wahn-Ideen Rudolf Steiners, der statt den sozialen Bedingungen, denen Individuen unterworfen sind, angebliche„vorgeburtlichen Ereignisse“ bemüht, denen alle Menschen, im Rahmen eines „Inkarnationsprozesses“, unterworfen seien. Aber natürlich kritisiert Köhler auch die Bedingungen, mit denen Kinder heute aufwachsen, wenn sie nicht an Waldorfschulen unterrichtet werden. Er warnt unter anderem vor dem staatlichen, „gewöhnlichen Schulleben“ und vor dem unkontrolliertem „Medienkonsum“, die „eine Abstumpfung“ hervorrufen würden. Die „Ursachen“ für „Traurigkeit, Ängstlichkeit“ und„Unzufriedenheit“ würden „tiefer liegen“, schließt Köhler, um genau dort zu enden, wo er seinen Text begonnen hat. Diese Dinge seien eben „oft ‚mitgebracht“ aus vorherigen Leben. Es handele sich um einen„vorgeburtlichen Grundkonflikt“ und um die „spirituelle Leere“, denen die „Seelen“ ausgesetzt seien. Dieser angeblichen „Leere“ möchte Köhler einen „Christus-Impuls“ entgegensetzen. Wer sich für die Texte des„Erziehungskunst“-Autoren begeistert, wird eventuell auch die Werbung beachten, die direkt neben dem Artikel zu finden ist. Köhler hat seine Theorien in zwei Büchern ausgebreitet, die im anthroposophischen„Verlag Freies Geistesleben“ erschienen sind und die neben dem Artikel beworben werden.

Der Anthroposoph Walter Rietmüller beschäftigt sich in einem anschließenden Artikel mit der „Situation von Kindheit und Jugend heute“. Malerisch beschreibt Riethmüller die „Herbstzeit im Waldorfkindergarten“: „Kastanien werden gesammelt (…), es wird vom Erzengel Sankt Michael gesungen und erzählt“, begeistert sich der Autor in der „Erziehungskunst“: „Ein viereinhalbjähriges Mädchen“ sei vom „heiligen Michael“ derart indoktriniert worden, dass es „die Lieder auch zu Hause als Spielbegleitung“ intonieren würde. Das Kind sei durch diese anthroposophische, religiöse Erziehung in „einen größeren Zusammenhang“ eingebunden worden, „der bestimmend wirkt“.

Beachtenswert ist ebenfalls die Werbung für einige Kinder-Zeichnungen, die der Anthroposoph Gerd Kellermann sammelte und mit den Gedichten von Ute Heim in Verbindung brachte. „Wenn Engel bunte Kleidung tragen, gibt es keine Fragen, denn sie zeigen die Schönheit der Welt“, heißt es neben einer Kinder-Zeichnung, auf der wohl ein „Engel“ zu sehen sein soll. „Der Engel, das bin ich“ ist ebenfalls im „Verlag Freies Geistesleben“ erschienen und scheint für die Anthroposophen und Anthroposophinnen gemacht, die tatsächlich an „Engel“ und andere Hirngespinste glauben.

Weniger um Engel, dafür umso mehr Jesus Christus, geht es Andrea Unser, die in der „Erziehungskunst“ über die „Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes“ jammern darf. Dem hält die Anthroposophin, den Advenzkranz entgegen: „Das zunehmende Licht kann zum Symbol werden: Jesus, das Licht der Welt, wird geboren“, schreibt die Autorin. Dieses Symol „wärmt und stärkt uns“, behauptet die Autorin, der angesichts dieser Idee sogar „warm ums Herz“ wird. Sie beschreibt des Weiteren die anthroposophischen Weihnachtsspiele, bei denen Kinder als Engel verkleidet werden. „Dabei erleben sie, welche Kraft von den Himmelsboten ausgeht“, behauptet Andrea Unser, die den lesenden Waldorf-Eltern nahelegt, mit den Kindern die „Heilige Barbara“ zu feiern. Deren Vater habe sich zum christlichen Glauben bekehrt, deshalb sei seine Tochter „ins Gefängnis gesperrt und gefoltert worden“, worauf einige Engel erschienen, die „Barbaras Wunden verbanden“ und sie „heilten“. Mit solchen Fantasy-Storys soll eine „andere Wirklichkeit“, eine „andere Sicht auf die Realität“ vermittelt werden: „Das wird das Leben mit unseren Kindern beleben und bereichern“, schließt Andrea Unser ihren Artikel.

Etwas weltlicher fallen die „Alltagsregeln für einen gesunden Lebenstil“ aus, die Wiebke Kottenkamp für die anthroposophische Engels-Zeitschrift verfasst hat. Sie fordert keinen Engel-Einsatz zur Verklärung der Realität, dafür aber „geregelte Tagesabläufe und Routinen“. Ebenso weltlich fällt der Artikel des Anthroposophen Lorenzo Ravagli aus, der sich ansonsten von „faschistoiden Antifaschisten“ und„rassistoiden Antirassisten“ bedroht fühlt. Der Star-Autor und Redakteur der „Erziehungskunst“, widmet sich verschiedenen Kinder- und Jugendzeitschriften sowie den „Digitalen Welten“.

Für die nächste Engel-Story ist wiederum Johannes Kiersch zuständig, der sich – natürlich – auf Rudolf Steiner beruft. Dessen Texte seien gar „Anleitungen“, mit dem die geneigten Fans des Gurus, ihren und andere Engel erkennen könnten: „Wer so etwas wie die Realität eines ‚Schulgeistes‘ spüren lernt (…) kommt dem Erzengel nahe“, behauptet Kiersch, der auf diese Art und Weise deutlich macht, was für Inhalte an Waldorfschulen vermittelt werden können. Außer einem obskuren „Erzengel“ gibt es allerdings auch noch „Zeitgeister“ und andere Wesenheiten, zumindest in der Waldorf-Welt von Johannes Kiersch. Solche Inhalte sollen allerdings auch an Waldorfschulen vermittelt werden:

Selbst „Liberale Eltern, die weltanschaulich nicht festgelegt sind, werden nichts dagegen haben, wenn die Lehrer ihrer Kinder sich auf Suchwege“ nach Engeln, Erzengeln und Zeitgeistern begeben, behauptet Kiersch. Schließlich würden Kinder an Waldorfschulen „gern mit Bildern von Engeln, wie sie aus den alten Mythenkreisen der Menschheit (…) in unserern Lernplanen hineinspielen“ leben, begeistert sich Kiersch an der religiösen Erziehung im anthroposophischen Sinne. Durch die behauptete Existenz von Engeln und anderen Wesenheiten, würden die Kinder „von der banalen Engstirnigkeit der landläufigen Naturwissenschaft geschützt“, die an Waldorfschulen lediglich eine untergeordnete Rolle spielt. Bei all‘ den Wesenheiten, wie „Engeln“, „Erzengeln“ und „Volksgeistern“, mit denen die Schülerinnen und Schüler indoktriniert werden, sollte dieser Umstand allerdings nicht verwundern.

Angehende Lehrerinnen und Lehrer, die den Waldorfschülerinnen und Schülern, von „Engeln“ und anderen Fabelwesen berichten wollen, werden im ausführlichen Anzeigenteil fündig. Das „Rudolf Steiner Institut“ in Kassel bietet dort die Ausbildung zum anthroposophischen Heilpädagogen an. Andere Waldorf-Institutionen suchen Lehrerinnen und Lehrer, schließlich müssen noch mehr Kinder mit den Märchen von „Engeln“indoktriniert werden. Soviel also aus der obskuren Welt der Waldorfschulen und ihrem Propaganda-Organ, dem Magazin „Erziehungskunst“.

 (Fast) Alle Zitate stammen aus der „Erziehungskunst“, 12/2010.

Klebebandstrafe

Die Waldorfschulen geben sich gerne weltoffen. Offensiv wird mit einer Erziehung zur Freiheit, ganz ohne Noten, geworben. Die Schulen berufen sich auf die Lehren Rudolf Steiners, der eine reaktionäre Ideologie entwickelte, die alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst: Zum Beispiel eine besondere Form Landwirtschaft, bei der die Bauern des Nachts mit Scheiße gefüllte Kuhhörner verbuddeln, aber auch besondere Form der Pädagogik, die an Waldorfschulen praktiziert wird.

Nach Rudolf Steiner, der den Unterricht als „religiöse Tat“, als eine „Art Gottesdienst“ aufgebaut haben wollte, bei der der Lehrer als Führerfigur agiert, sind andere Menschen in seine theoretischen Fußstapfen getreten. Da wäre zum Beispiel der Waldorf-Theoretiker Erich Gra­bert, dessen Buch von der „Stra­fe in der Selbst­er­zie­hung und in der Er­zie­hung des Kin­des“, bei Waldorflehrer_innen durchaus verbreitet ist und 1998 in einer überarbeiteten Version auf den Markt gebracht wurde. Im Original werden körperliche Strafen wie Backpfeifen als „wort­lo­se, di­rek­te Ak­ti­on“ verkauft, die gegenüber einer „Predigt“ ihre „ent­schei­den­den Vor­zü­ge“ hätten: „Es kann also durch­aus Not­wen­dig­kei­ten geben für kör­per­li­che Stra­fen“, lautet ein Fazit Graberts. Auch in der überarbeiteten Version von 1998 werden körperliche Strafen nicht generell ausgeschlossen, allerdings wird dazu geraten, auf subtilere Formen der Bestrafung zurückzugreifen, denn der „Schmerz, wie beim Schlag, bei der Ohrfeige, kommt wohl in den seltensten Fällen wirklich in Betracht“.

Wie solch subtilere Formen der Bestrafung von unliebsamen Schüler_innen aussehen kann, zeigte wiederum der Waldorflehrer Helmut Meisenburg im Jahr 2006 an der Waldorfschule in Berlin Kreuzberg. Um „Ruhe und Disziplin in die Truppe“ zu bringen, griff er zu einem anderen Mittel, um seine Schüler_innen zu disziplinieren. Er griff zum Klebeband und klebte den zu bestrafenden Schüler_innen den Mund zu. Meisenburg „holte (…) eine Rolle Kreppband hervor und einige der lautesten ‚Schätzer‘ holten sich gleich freiwillig ein Mundpflaster ab“. Vielleicht ist das eine der subtileren Formen der Strafe, die zustande kommen kann, weil Waldorflehrer_innen seit 1998 geraten wird, nur in den „seltensten Fällen“ mit einem „Schlag, einer Ohrfeige“ zu strafen.