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Die Liste

Wenn deut­sche Frie­dens­freun­de gegen den Krieg mobilisieren, kann das durchaus gruselige For­men annehmen, die sie an die Seite der schlimmsten an­ti­se­mi­ti­schen Re­gime bringt. Ein ak­tu­el­ler Fall ist der Auf­ruf „Kriegs­vor­be­rei­tun­gen stop­pen! Em­bar­gos be­en­den! So­li­da­ri­tät mit den Völ­kern Irans und Sy­ri­ens!“, der vom Ver­ein „Freund­schaft mit Val­je­vo e.V.“ in­iti­iert und am 05. Ja­nu­ar 2012 in der Ta­ges­zei­tung „Junge Welt“ ver­öf­fent­licht wurde.

Der Auf­ruf rich­tet sich gegen den an­geb­lich dro­hen­den „Krieg gegen die stra­te­gisch wich­ti­gen bzw. roh­stoff­rei­chen Län­der Sy­ri­en und Iran“. Dort ist von „Sa­bo­ta­ge-​ und Ter­ror­ak­tio­nen“ die Rede, mit denen die USA und Is­ra­el die Staa­ten in einen „Aus­nah­me­zu­stand“ trei­ben wür­den. Die bes­tia­li­schen Re­gimes im Sy­ri­en und im Iran, die die Op­po­si­ti­on bru­tal un­ter­drü­cken, wer­den dort nicht er­wähnt. Die 5000 Toten, die seit Be­ginn des Auf­stan­des in Sy­ri­en durch die Scher­gen des As­sad-​Re­gimes ge­tö­tet wur­den, spie­len keine Rolle. Von der Ver­nich­tungs­dro­hung gegen Is­ra­el, die das an­ti­se­mi­ti­sche Re­gime im Iran immer wie­der for­mu­liert, wird im Auf­ruf eben­falls ge­schwie­gen.

Die deut­schen Frie­dens­freun­de po­si­tio­nie­ren sich ganz und gar ein­deu­tig und schei­nen ne­ben­bei die deut­sche Wirt­schaft an­kur­beln zu wol­len. Man wen­det sich näm­lich gegen „Em­bar­go­maß­nah­men gegen den Iran und Sy­ri­en“. Nicht nur Sie­mens dürf­te dank­bar sein. Ge­ra­de das Re­gime im Iran dürf­te sich dann bes­ser be­waff­nen kön­nen, nicht nur um die ei­ge­ne Op­po­si­ti­on zu un­ter­drü­cken und zu er­mor­den, son­dern um die an­ger­droh­te Ver­nich­tung Is­raels Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen.

Auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te zum Auf­ruf fin­den sich die Namen von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen und Eso­te­ri­kern, von Rechts­po­pu­lis­ten und deut­schen Lin­ken. So zum Bei­spiel der Name des Che­fre­dak­teurs der na­tio­nal­bol­sche­wis­ti­schen Ta­ges­zei­tung „Junge Welt“, Ar­nold Schöl­zel, sowie der Name des „Rot­fuchs“-​Her­aus­ge­bers, Klaus Stei­ni­ger, der im an­ti­se­mi­ti­schen Jar­gon gegen „die Roth­schilds“ mobil macht. Hier fin­den sich nicht nur die Un­ter­schrift der Links­par­tei-​Po­li­ti­ke­rin An­net­te Groth (MdB) oder die des ehe­ma­li­gen Ab­ge­ord­ne­ten Nor­man Paech, son­dern auch die Namen von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen, von rech­ten Po­li­ti­ker und be­ken­nen­den An­ti­se­mi­ten.

An­hand der Un­ter­zeich­ner_in­nen wird al­ler­dings deut­lich, was für fal­sche Frie­dens­freun­de dort zu­sam­men­ge­kom­men sind, um sich als mo­ra­li­sche Stüt­ze der Dik­ta­tu­ren an­zu­bie­dern. Da wäre zum Bei­spiel die Grup­pe „Ar­bei­ter­fo­to­gra­fie“, die seit Jah­ren eine schmut­zi­ge Pro­pa­gan­da-​Ar­beit für das ira­ni­sche Re­gime be­treibt.

Als die De­mons­tran­tin Neda im Jahr 2009 durch Mi­li­zen des ira­ni­schen Re­gimes er­mor­det wurde, ver­öf­fent­lich­te die Ar­bei­ter­fo­to­gra­fie bei­spiels­wei­se die Stel­lung­nah­me eines an­onym blei­ben­den deut­schen „Fach­pfle­gers“, der den Mord an der „Süd­län­de­rin“ aus der Ferne in Frage stell­te. Als der ira­ni­sche Prä­si­dent mal wie­der die Ver­nich­tung Is­raels an­kün­digt gab sich die Grup­pe alle Mühe diese Ver­nich­tungs­dro­hung als Über­set­zungs­feh­ler zu re­la­ti­vie­ren. Nach dem Erd­be­ben von Japan träum­te man von einer me­ga-​ge­hei­men Erd­be­ben­waf­fe, die im Ein­satz ge­we­sen wäre. Kri­ti­ker_in­nen ent­geg­ne­te man: „Zer­malmt das Nie­der­träch­ti­ge!“ Die Bun­des­vor­stand­mit­glie­der An­ne­li­se Fik­ent­scher und An­dre­as Neu­mann, die für die Grup­pe „Ar­bei­ter­fo­to­gra­fie“ auf der Liste un­ter­schrie­ben haben, sind nicht die ein­zi­gen Per­so­nen aus dem ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen Mi­lieu der deut­schen Lin­ken, die dort zu fin­den sind.

Auf der Liste ist der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Diet­her Dehm zu ent­de­cken, der sich selbst als „glü­hen­den Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“ be­zeich­net und Kri­ti­ker_in­nen als „an­ti­deut­sche SA“ ver­un­glimpft. Au­ßer­dem hat sich der Schwei­zer Na­tio­nal­rat Do­mi­ni­que Baet­tig auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te ver­ewigt. Die­ser ist Ab­ge­ord­ne­ter der Schwei­zer Volks­par­tei (SVP), deren ras­sis­ti­sche Pla­ka­te fast eins zu eins von der NPD über­nom­men wur­den.

Viele Äu­ße­run­gen des Na­tio­nal­ra­tes dürf­ten bei den NPD­lern auf Zu­stim­mung tref­fen. Im De­zember 2009 frag­te Baet­tig den Bun­des­rat in einem par­la­men­ta­ri­schen Vor­stoss nach den „Fol­ge­kos­ten des Ein­drin­ges ge­biets­frem­der Arten“. Baet­tig po­le­mi­sier­te an­sons­ten unter an­de­rem gegen das letz­te Bil­der­berg-​Tref­fen, dem Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen eine un­glaub­li­che Macht nach­sa­gen, ob­wohl sich dort le­dig­lich Wirt­schafts­ver­tre­ter, Jour­na­lis­t_in­nen und Po­li­ti­ker_in­nen zum losen Ge­dan­ken­aus­tausch tref­fen: Der Na­tio­nal­rat be­haup­tet al­ler­dings, dass es sich bei die­sem Tref­fen um die Zu­sam­men­kunft einer „glo­ba­len Elite von Ban­kiers, In­dus­tri­el­len, Di­plo­ma­ten“ han­deln würde, die dort die „Richt­li­ni­en der wirt­schaft­li­chen Glo­ba­li­sie­rung ko­or­di­nie­ren, or­ga­ni­sie­ren und struk­tu­rie­ren“. Die Folge des Tref­fen seien unter an­de­rem „Ge­schlechts­um­wand­lun­gen“ und die „Ver­wi­schung der Gren­zen zwi­schen Le­be­we­sen“, schrieb der Na­tio­nal­rat.

Nun hat er auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te der Frie­dens­freun­de un­ter­schrie­ben und fin­det sich in der Ge­sell­schaft mit Links­par­tei-​Po­li­ti­ker_in­nen und Ak­ti­vis­t_in­nen der deut­schen Frie­dens­be­we­gung. Ein wei­te­rer Un­ter­zeich­ner ist der Ver­schwö­rungs­ideo­lo­ge Elias Da­vids­son, der sich vor allem mit der Um­deu­tung der Er­eig­nis­se des 11. Sep­tem­bers 2001 be­fasst. Seine The­sen be­warb er bei­spiels­wei­se im Jahr 2009 auf einer Ver­an­stal­tung der rech­ten Bur­schen­schaft „Nor­man­nia-​Nie­be­lun­gen“ in Bie­le­feld. Da­vids­son re­la­ti­vier­te die Ju­den­het­ze des „Stür­mer“ Her­aus­ge­bers Ju­li­us Strei­cher: „Doch der Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat von Ju­li­us Strei­cher würde heute als be­schei­den be­trach­tet wer­den ver­gli­chen mit dem Aus­maß des heu­ti­gen Pro­pa­gan­da­ap­pa­ra­tes gegen den Islam, der ganze Erd­tei­le über­deckt und von Hol­ly­wood un­ter­stützt wird“, be­haup­te­te Da­vids­son im In­ter­view mit dem „Mus­lim Markt“, der eben­falls für plum­pe Pro­pa­gan­da für das ira­ni­sche Re­gime be­rüch­tigt ist. „Ich bin ein ra­di­ka­ler An­ti­se­mit und stolz dar­auf“, schrieb Da­vids­son – ganz offen – an an­de­rer Stel­le.

Auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te der Frie­dens­freun­de fin­det sich auch der Name Ste­phan Bütz­ber­ger, der sich – ganz eso­te­risch – als „Leh­rer für Be­wusst­sein-​ und wer­dung“ be­zeich­net. Es han­delt sich um einen Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen aus der Schweiz, der die Exis­tenz von Vi­ren­er­kran­kun­gen leug­net. AIDS sei ein „rein er­fun­de­nes Phan­tom­ge­bil­de“, be­haup­tet Bütz­ber­ger in einem Le­ser­brief, in dem er die irre Be­haup­tung auf­stellt, dass es die AIDS-​Me­di­ka­men­te wären, die töd­lich seien. Hier würde „die Zahl der Opfer des Ho­lo­caust über­trof­fen“, schreibt der AIDS-​Leug­ner auf sei­ner In­ter­net­sei­te. Den Ho­lo­caust führt Bütz­ber­ger auf den an­geb­li­chen „Schul­ter­schluss von Hit­ler und Ro­cke­fel­ler-​Stif­tung“ zu­rück, die sich damit „der Juden ent­le­digt hatte, die bei der ver­bre­che­ri­schen In­fek­ti­ons­theo­rie nicht mit­mach­ten“. Der Name des AIDS-​Leug­ners und Ho­lo­caust-​Re­la­ti­vie­rers fin­det sich nun eben­falls auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te der deut­schen Frie­dens­freun­de.

Auch ei­ni­ge Blog­ger haben sich auf die­ser gru­se­li­gen Liste ver­ewigt. Da wäre zum Bei­spiel Fol­ker H., der den Blog „Ge­gen­mei­nung“ be­treibt. Er ver­linkt auf ver­schie­de­ne Texte aus der Ver­schwö­rungs­sze­ne, in denen bei­spiels­wei­se die „Dö­ner­mor­de“ um­ge­deu­tet wer­den. Hier wird der mör­de­ri­sche Ter­ror durch die Na­zi-​Ban­de ge­leug­net:

Die ge­sam­te Story rund um eine (…) brau­ne Ar­mee-​Frak­ti­on ist ein ein­zi­ger rie­si­ger Hoax.

Auf der In­ter­net­sei­te von Fol­ker H. fin­den sich nicht nur Ver­wei­se auf der­ar­ti­ge Texte, son­dern auch ver­schie­de­ne Gra­fi­ken, mit denen die is­rae­li­sche Po­li­tik mit der Ver­nich­tungs­pra­xis der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten auf eine Stufe ge­stellt wird. Hier fin­den sich auch Gra­fi­ken des an­ti­se­mi­ti­schen Ka­ri­ka­tu­ris­ten Car­los Latuff, der beim ira­ni­schen Ho­lo­caust-​Ka­ri­ka­tu­ren-​Wett­be­werb den zwei­ten Platz be­leg­te.

Der Ver­schwö­rungs­ideo­lo­ge Chris­toph R. Hörs­tel hat ebenfalls un­ter­schrie­ben. Hörs­tel ist An­füh­rer einer einer Kleinst-​​Or­ga­ni­sa­ti­on na­mens „Neue Mitte“. In der Ver­gan­gen­heit trat er bei­spiels­wei­se mit dem ira­ni­schen Bot­schaf­ter, dem Schläch­ter Ali Reza Scheikh Attar, auf einer Wer­be­ver­an­stal­tung des ira­ni­schen Re­gimes auf. Mit dem Quer­front­ler Jür­gen El­säs­ser mo­bi­li­sier­te er zu einem Auf­marsch vor dem Reichs­tag, der sich gegen Is­ra­el rich­te­te. Auf dem letzt­jäh­ri­gen an­ti­se­mi­ti­schen „Al-​Quds-​Tag“ in Ber­lin hielt Hörs­tel eben­falls eine Rede. Auf einem Auf­marsch der Ver­schwö­rungs­sze­ne, der am 10. Sep­tem­ber 2011 in Karls­ru­he statt­fand, sprach Hörs­tel zu den ver­sam­mel­ten Teil­neh­mer_in­nen. Dort of­fen­bar­te er seine Ängs­te vor Eu­ro­pa, sei­nen Hass auf die USA und be­trieb die Kon­struk­ti­on einer „ver­dammt klei­nen Cli­que“, die die Welt be­herr­schen würde. Dafür gab es von den ver­sam­mel­ten Ver­schwö­rungs­fans be­geis­ter­te Zu­ru­fe und aus­führ­li­chen Bei­fall.

Hörs­tel durf­te nun eben­falls auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te der deut­schen Frie­dens­freun­de un­ter­zeich­nen. Er be­fin­det sich in pas­sen­der Ge­sell­schaft: Ge­mein­sam mit Links­par­tei-​ und SVP-​Po­li­ti­ker_in­nen, an­de­ren Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen und be­ken­nen­den An­ti­se­mi­ten, stellt er sich – mal wie­der – auf die Seite des ira­ni­schen Re­gimes.

Die Un­ter­schrif­ten­lis­te der deut­schen Frie­dens­freun­de of­fen­bart einen Ab­grund, dem sich ein Teil der deut­schen Lin­ken er­ge­ben hat. Sie pro­tes­tie­ren nun ge­mein­sam mit einem füh­ren­den Rechts­po­pu­lis­ten, mit AIDS-​Leug­nern und Pro­pa­gan­dis­ten des ira­ni­schen Re­gimes. Hin­ter dem Ruf nach Frie­den ver­schan­zen sich An­ti­se­mi­ten, AIDS-​Leug­ner und Rechts­po­pu­lis­ten. Ei­ni­ge deut­sche Linke scheint dies al­ler­dings nicht zu stö­ren.

Eine Er­klä­rung des BAK-​Shalom findet sich hier: „Gegen linke So­li­da­ri­tät mit den Schläch­tern von Sy­ri­en und Iran!“

Up­date (11.​01.​2012):​ Der Rechts­po­pu­list Do­mi­ni­que Baet­tig wurde mittlerweile von der Liste ge­löscht , in der vor­he­ri­gen Ver­si­on war er al­ler­dings zu fin­den. Alle an­de­ren er­wähn­ten Per­so­nen fin­den sich nach wie vor auf der Liste.

Verschwörungsrapper auf dem Pressefest

Am Freitag, den 24.06.2011, beginnt das 17. UZ-Pressefest der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) im Revierpark Dortmund-Wischlingen. Auf diesem Fest, das laut Eigendarstellung das „größte Volksfest der Linken“ ist, soll es nicht nur eine Videoschalte zur nächsten Gaza-Flotille geben. Geplant war auch ein Auftritt, der den Unmut verschiedener antifaschistischer Gruppen erregte, die sich mit einem Offenen Brief zu Wort meldeten. Es handelt sich um den angekündigten Auftritt der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“, die Leser_innen dieses Blogs vielleicht ein Begriff sein dürfte.

Das Dortmunder Antifa Bündnis hat einige Lieder der Band analysiert und sieht in diesen „se­xis­ti­sche, an­ti­se­mi­ti­sche und NS-​re­la­ti­vie­ren­de Song­tex­te“. Daher forderte das antifaschistische Bündnis die Organisator_innen des UZ-Pressefestes auf, der Band keine Bühne zu bieten.

Eigentlich sollte die Band, die auf verschwörungsideologischen und linken Festivals auftritt, auf dem Pressefest ein Podium geboten bekommen. Auf den Offenen Brief des antifaschistischen Bündnisses folgte keine Ausladung, sondern eine weitere Hofierung der Band, die nun erst recht auftreten soll; zumindest wenn man den Verlautbarungen der Organisator_innen und des Parteivorstands der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) glauben schenkt.

Vor dem UZ-Pressefest war die Band am 10.​06.​2011 auf einer Veranstaltung gegen die Bilderberg-Konferenz im schweizerischen St. Moritz aufgetreten, die vom Jugendverband der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) unterstützt wurde. Hinter der Bilderberg-Konferenz, bei der Führungspersonen aus Wirtschaft, Politik und Medien zusammenkommen, vermuten Verschwörungsideologen eine „Elite“, die angeblich eine „Neue Weltregierung“ planen würde.

Als Redner auf dieser Veranstaltung der Verschwörungsfans und Nationalisten waren die Schweizer Nationalräte Lukas Reiman und Pirmin Schwander geladen, die ebenfalls der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei angehören. Außerdem war der Verschwörungsideologe Manfred Petritsch (alias „Freeman“) zu Gast, der das strukturell antisemitische Verschwörungsportal „Alles Schall und Rauch“betreibt. „Die Bandbreite“ war für das musikalische Rahmenprogramm zuständig. Auch dieser Umstand wurde im Offenen Brief des Dortmunder Antifa Bündnis erwähnt.

Auf dieser Anti-Bilderberger Veranstaltung in St. Moritz hielt Manfred Petritsch von der Internetseite „Alles Schall und Rauch“ ein ausführliches Referat, weil er von der rechtspopulistischen und rassistischen „Jungen SVP“ darum gebeten wurde. Petritsch warnte unter anderem:

Sie wollen die Nationen auflösen, sie wollen die Grenzen auflösen (…). Genau das ist ihre Absicht.

Der Betreiber von „Alles Schall und Rauch“ fürchtet eine Welt ohne Nationen und Grenzen: „Sie wollen die Länder abschaffen, die Nationalitäten, die Identitäten“, warnte Petritsch sein Verschörungspublikum. „Wir sollen sogar noch Weltbürger sein“, befürchtete Petritsch, um auf die „menschliche Natur“ zu sprechen zu kommen, die dem angeblich entgegenstehen würde: „Wir sind doch keine Weltbürger, das sind doch alles künstliche Konstrukte“, folgerte der Betreiber von „Alles Schall und Rauch“.

Der Sänger der Band ergänzte diese Zeilen mit folgenden Worten:

Ich möchte eigentlich nochmal zur Einheit aufrufen. Ich möchte dazu aufrufen, diese ganzen Vorurteile der Linken, gegen die Wahrheitsbewegung, beiseite zu schieben. (…) Wir müssen zusammenarbeiten, das ist wichtig. (…) Was hinterher dabei rauskommt, was für ein gesellschaftliches System, ist egal.

Hier wurde die Querfront, der Zusammenschluss zwischen Rechten und vermeintlichen „Linken“, die wegen eines vermeintlich größeren Feindes, der angeblichen „Elite“, zusammenstehen sollen, zelebriert.

Die Organisator_innen des UZ-Pressefest und viele Kader der Deutschen Kommunistischen Partei scheinen mit diesem Auftritt der „Bandbreite“ genauso wenig ein Problem zu haben wie mit den Liedtexten der Verschwörungsband. In einem Interview im Parteiorgan Unsere Zeit (UZ), schwadronierte der Sänger von einem „nuklearen Holocaust“ der NATO und inszenierte sich als Opfer einer „antideutschen Kampagne“.

Nachdem Offenen Brief des Dortmunder Antifa Bündnis verschwand „Die Bandbreite“ allerdings aus dem Veranstaltungsprogramm des UZ-Pressefestes. Die Band wurde allerdings nicht ausgeladen, sondern soll nun den Raum bekommen, ihre verschwörungsideologischen Texte in einer Diskussionsrunde zu verteidigen. Das geht aus einer Verlautbarung der Organisator_innen dieser Veranstaltung hervor:

In den letzten Wochen wurde massiver Druck, insbesondere aus dem politischen Spektrum der sogenannten ‚Antideutschen‘, auf den Veranstalter ausgeübt, diese Gruppe wieder auszuladen. (…) Wir haben die Vorwürfe sorgfältig geprüft und halten die Mehrheit der Vorwürfe für konstruiert und Teil einer üblen Kampagne.

Das behaupten die Organisator_innen in einer Erklärung. „Auf Grund diverser Hinweise müssen wir jedoch befürchten, dass es bei diesem Konzert zu massiven Störungen und Auseinandersetzungen kommen wird“. Nur daher würde das Konzert ausfallen. Als Ersatzangebot würde es eine „Diskussion mit Befürwortern und Kritikern“ geben. In einer ausführlicheren Erklärung des Parteivorstands, wird die Band als Teil einer „Vielfalt linker Kultur“ bezeichnet und gegen jedwede Kritik in Schutz genommen. Dort wird unter anderem die krude Behauptung aufgestellt, dass die Nationalsozialisten „in den eigenen Reihen Homosexualität für die Durchsetzung ihrer Ziele zu nutzen“ wussten. Natürlich wird die Unterstellung wiederholt, dass die Kritik an den Inhalten und Auftritten der Band „überwiegend – und dies seit 2008/2009 mit sich ständig inhaltlich wiederholenden Behauptungen – von den sogenannten ‚Antideutschen‘ erhoben werden“.

Der „Deutsche Freidenker Verband“, um den fanatischen „Antizionisten“ Klaus Hartmann, der auf seiner Facebook-Pinnwand auch schon mal Fotos von palästinensischen Kindersoldaten oder brennenden Davidssternen veröffentlichte, ergänzte diese Zeilen mit einer weiteren Pressemitteilung:

Erst einladen, dann dem Druck der zionistischen Radaubrüder nachgeben, das ist ein fatales Signal. Das könnte von anderen rechten Gruppen und Faschisten geradezu als Einladung verstanden werden, mit Ankündigung von Randale Druck auf Veranstalter auszuüben, wer auftreten darf und wer nicht.

Die Band „Die Bandbreite“ wird trotz alledem, entgegen anderslautender Behauptungen, auf dem 17. UZ-Pressefest der Deutschen Kommunistischen Partei auftreten. Ob es dort zu Kritik kommt, bleibt abzuwarten. Immerhin zeigten sich einige Parteimitglieder schwer enttäuscht. So schreibt ein Parteimitglied:

Dass mir jetzt mein eigener PV indirekt vorwirft, Teil einer üblen ‚antideutschen‘ Kampagne zu sein: Ich bin sprachlos und erschüttert. Die Erklärung des Parteivorstandes ist ein Schlag in das Gesicht der Genossinnen und Genossen, die Antifaschismus als Arbeitsschwerpunkt haben.

Den Organisator_innen des UZ-Pressefest, die von einer „üblen ‚antideutschen‘ Kampagne“ halluzinieren, dürften derartige Einschätzungen jedoch vollkommen egal sein. Schließlich haben sie sich mit ihrer Entscheidung für die Querfront-Band sowie ihre Inhalte und Auftritte positioniert. Diese wird am Sonntag, um 13 Uhr auf der Bühne Zwei des UZ-Pressefest auftreten, um ihre Texte und Auftritte zu verteidigen.

Antifa contra Bandbreite

Das Dortmunder Antifa Bündnis wendet sich mit einem Offenen Brief an die Deutsche Kommunistische Partei (DKP). Auf deren UZ-Pressefest, das vom 24. bis 26. Juni 2011 in Dortmund stattfinden wird, soll die verschwörungsideologische Band „Die Bandbreite“ auftreten. Ein Umstand, den die Antifaschist_innen aus guten Gründen kritisieren.

Zuletzt war die Band unter anderem zu Pfingsten unterwegs. „Die Bandbreite“ verschlug es nach St. Moritz. Dort trat die Band auf einer Veranstaltung auf, die vom Jugendverband der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) unterstützt wurde. Sie lieferte den musikalischen Rahmen für die Vorträge der Schweizer Nationalräte Pir­min Schwan­der und Lukas Rei­mann (beide SVP). Letzterer wirbt mit der Forderung: „Unsere Schweiz muß schweizerisch bleiben.“

Auch dieser Umstand des gemeinsamen Auftritts mit den Rechtspopulisten der Schweizer Volkspartei wird in dem Offenen Brief des Dortmunder Antifa Bündnis erwähnt. Dort heißt es weiter:

Die SVP fiel im letzten Wahlkampf mit rassistischen Wahlplakaten auf, die zur Ausgrenzung und Abschiebung von Ausländer_innen aus der Schweiz aufriefen. Auch eine Volksabstimmung über das Verbot von Minaretten an Moscheen geht auf die Initiative dieser Partei zurück. In Deutschland findet sie hauptsächlich bei PRO NRW und anderen Rechtspopulist_innen, sowie bei den Neonazis der NPD, die ein Wahlplakat der SVP nahezu unverändert übernommen haben, Beifall.

Das antifaschistische Bündnis fordert die Deutsche Kommunistische Partei und die Organisator_innen des Pressefestes aber nicht nur aufgrund dieses Auftritts auf, der „Bandbreite“ keine Bühne zu geben. Sie haben außerdem einige Texte analysiert.

Es seien „sexistische, antisemitische und NS-relativierende Songtexte“, schreibt das Bündnis:

Wir fordern daher, dass ihnen auf dem UZ-Pressefest keine Möglichkeit gegeben wird, ihre antiaufklärerischen Inhalte und Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Ob die Deutsche Kommunistische Partei diese Kritik berücksichtigen wird, bleibt allerdings fraglich. In deren Wochenzeitung „Unsere Zeit“ fand sich, fast zeitgleich mit dem Auftritt in St. Moritz, ein ausführliches Interview mit der Band, in dem sich diese in ein denkbar gutes Licht rückte. Der gemeinsame Auftritt mit den Rechtspopulisten in der Schweiz wurde wohl auch daher verschwiegen.

Linkes Interview – rechter Auftritt

An dem Tag, an dem die verschwörungstheoretische Band „Die Bandbreite“ – gemeinsam mit den Rechtspopulisten der Schweizer Volkspartei (SVP) und den Verschwörungsfreaks von „Alles Schall und Rauch“ – im schweizerischen St. Moritz über die angebliche Elite namens „Bilderberger“ aufklärte, erschien ein Interview mit der Band – allerdings in einer ganz anderen Zeitung. Im offiziellen Organ der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), der Wochenzeitung „Unsere Zeit“, durfte sich Marcel Wojnarowicz, Sänger der Band „Die Bandbreite“, darstellen.

Während die Band am 10.06.2011, gemeinsam mit den Rechtspopulisten Pir­min Schwan­der und Lukas Rei­mann (Schweizer Volkspartei) auftrat, durfte sich der Sänger der Band in der DKP-Wochenzeitung vom 10.06.2011 in ein denkbar guten Licht rücken und seine Kritiker_innen diffamieren:

Die Hetz-Kampagne gegen uns geht weiter. Es scheint, als hätten manche Blog-Betreiber nichts besseres zu tun, als all ihre Zeit unserer Band zu widmen. Die Schmähungen und Diffamierungen lassen nicht nach, aber das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Vom Auftritt mit den Rechtspopulisten – auf einer Veranstaltung, die vom Jugendverband der „Schweizer Volkspartei“ unterstützt wurde – war natürlich nicht die Rede. Eben sowenig wurden die Forderungen der Politiker erwähnt, die auf der gleichen Veranstaltung wie „Die Bandbreite“ auftraten. „Unsere Schweiz muss schweizerisch bleiben“, wäre vielleicht bei den Leser_innen der Zeitschrift nicht so gut angekommen.

Stattdessen wurde im Interview vor dem „tückisches Geldsystem mit Verfallsdatum“ und vor einer angeblichen „selbstgerechten Elite“ gewarnt. Dort dichtete der Sänger der Band der NATO „einen nuklearen Holocaust“ an. Mit dieser Wortwahl verharmlost der Bandbreite-Frontmann den historischen Holocaust, die systematische, industrielle Vernichtung der Jüdinnen und Juden. Dieses singuläres Ereignis, einzigartig in der Geschichte, lastet er der NATO an, die er solch eines ungeheuren Verbrechens beschuldigt.

Mit solchen Thesen könnte die Band auch auf der Veranstaltung in St. Moritz gepunktet haben. Von der gemeinsamen Veranstaltung mit den Rechtspopulisten der Schweizer Volkspartei und den Verschwörungsfreaks von „Alles Schall und Rauch“ haben die Leser_innen des DKP-Blatts allerdings nichts erfahren.

Party der Anti-Bilderberger

Zwischen dem 8. und 12. Juni 2011 findet die so genannte Bilderberg-Konferenz im schweizerischen St. Moritz statt. Hinter der Konferenz steht ein loser Zusammenschluss, der einmal im Jahr zum Treffen lädt. Hier kommen ehemalige und aktive politische Entscheidungsträger sowie Wirtschafts- und Medienvertreter zu einem Gedankenaustausch zusammen. Henry Kissinger, Angela Merkel und Josef Ackermann haben in der Vergangenheit an den Konferenzen teilgenommen. Da über die Inhalte der Treffen Stillschweigen bewahrt wird, ranken sich um die Bilderberg-Konferenzen zahlreiche Verschwörungstheorien.

So wird dem Treffen und seinen Teilnehmern beispielsweise nachgesagt, dass sie eine „Neue Weltordnung“ planen würden. Die Teilnehmer seien Teil einer geheimen Elite, die während der Konferenz die Geschehnisse der Welt steuern würden. Verschiedene Verschwörungsideologen versuchen anhand der Konferenz die angebliche Existenz einer Weltregierung zu belegen. Sie haben so ihren eigenen Bilderberg-Mythos geschaffen, mit dem sie die Verklärung der Realität betreiben.

Da ist es kein Wunder, dass die Anhänger der kruden Verschwörungstheorien während der Bilderberg-Konferenz ebenfalls in der Schweiz zusammenkommen, um gegen „diesen elitären Klub“ vorzugehen. Die angekündigten Proteste gegen das Treffen von etwa 130 Gästen aus Politik, Industrie und Medien werden unter anderem über den verschwörungsideologischen Blog „Alles Schall und Rauch“ organisiert:

 Noch besser, sie sollen nach Guantanamo gehen, dort können sie sich ungestört treffen.

Das fordert der Betreiber Manfred Petritsch auf dieser Internetseite, die auch dazu dient, die Proteste gegen das Treffen zu koordinieren. Die Internetseite „Alles Schall und Rauch“, auf der ansonsten im verschwörungstheoretischen Jargon über die „Mondlandungslüge“, die „Impflüge“ oder die „Klimalüge“ berichtet wird, stellt Flugblätter über die Bilderberg-Konferenz zum Download bereit. Außerdem wird ein Treffen beworben, auf dem rechtskonservative Politiker sowie Verschwörungsideologen und Verschwörungsrapper auftreten sollen, die der Protest gegen die Konferenz der Bilderberger geeint hat.

Auf einem dieser angebotenen Flugblätter rekurrieren die Verschwörungsfans unter anderem auf die „American Free Press“, deren Aktivsten ebenfalls zu den Gegenveranstaltungen erwartet werden. Hierbei handelt es sich um ein rechtes, antisemitisches Magazin, in dem Werbeanzeigen des „Klu Klux Klan“ zu finden sind. Auf der Internetseite der Gruppe findet sich auch Werbung für Pete Peters „Scriptures for America and Kingdom Identity Ministries“, für den Juden die „Kinder Satans“ darstellen. Die Internetseite dieser antisemitischen Gruppierung findet sich auch auf dem Flugblatt der Anti-Bilderberger, die mit derartigen Unappetitlichkeiten kein Problem zu haben scheinen.

Neben diesen antisemitischen Verschwörungsfreaks werden die üblichen Verdächtigen angekündigt: So hat die Band „Die Bandbreite“ ihre Teilnahme zugesagt. Die Band, die ansonsten auch auf linken Veranstaltungen wie dem UZ-Pressefest der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) ihre verschwörungsideologischen Texte verbreitet, soll auf einer Konferenz der Anti-Bilderberger auftreten, einer „Anti-NWO-Party“, die am 10. Juni im Hotel Randolins in St. Moritz stattfinden soll. Dieses Gegentreffen, das unter dem Motto „Die Bilderberger und ihr Einfluss“ steht, wird vom Verschwörungsblog „Alles Schall und Rauch“ und der Jungen SVP unterstützt, als Organisator tritt die Verschwörungsplattform „Info8“ in Erscheinung.

Der Jugendverband der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) nutzt das Treffen der Bilderberger, um sich für den schweizerischen Nationalstaat stark zu machen, den er durch die Konferenz gefährdet sieht. Unterstützt wird dieses Treffen durch den Schweizer Nationalrat Pirmin Schwander (SVP), einem Politiker, der sich in der Vergangenheit unter anderem für eine restriktive Migrationspolitik aussprach. Außerdem soll der Abgeordnete Lukas Reimann (SVP) auftreten. Reimann sprach sich unter anderem gegen die Öffnung der Schweizer Universitäten für ausländische Studierende aus und engagierte sich für „bewährte Werte“. „Unser Land muss schweizerisch bleiben“, lautet ein Wahlspruch des Rechtspopulisten, der sich nun durch die Konferenz der Bilderberger bedroht fühlt. „Ich bin dagegen, wenn eine Handvoll Leute versucht, das Weltgeschehen zu lenken“, wird der SVP-Nationalrat von der Internetseite „Alles Schall und Rauch“ zitiert.

Auch andere Nationalräte der Schweizer Volkspartei (SVP) protestieren gegen die Bilderberg-Konferenz. Nationalrat Dominique Baettig will in dem Treffen ebenfalls „eine Bedrohung für die Schweiz“ ausgemacht haben. Er behauptet, dass eine „globale Elite von Bankiers, Industriellen, Diplomaten“ mit diesem Treffen die „Richtlinien der wirtschaftlichen Globalisierung koordinieren, organisieren und strukturieren“ würde. Die Folge des Treffen seien unter anderem „Geschlechtsumwandlungen“ und die „Verwischung der Grenzen zwischen Lebewesen“, schrieb der Nationalrat in einem Offenen Brief an die Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die für Polizei und Justiz zuständig ist. Außerdem forderte der Nationalrat den Bündner Regierungsrat – zur Freude verschiedener Verschwörungstheoretiker – dazu auf, dass dieser „gewisse Bilderberger und wenigstens die Herren Bush, Kissinger, Cheney, Perle“ bei der Einreise in die Schweiz verhaften und „verschiedenen Gerichten“ überstellen sollte.

Im Interview für „Alles Schall und Rauch“beklagte sich der Nationalrat ebenfalls über das Bilderberg-Treffen. „Wenigstens ein Politiker der Mut hat und aufrichtig ist“, lautete das anschließende Urteil des Verschwörungsblogs.

Bei solchen Überschneidungen sollte es auch nicht verwundern, dass Manfred Petritsch, der Betreiber der verschwörungsideologischen Internetseite „Alles Schall und Rauch“, neben den Nationalräten der Schweizer Volkspartei, Pirmin Schwander und Lukas Reimann, als Referent für das Treffen der Verschwörungsideologen und Rechtspopulisten benannt wird. Petritsch soll dort über die angeblichen „Ziele der Bilderberg-Gruppe“ berichten.

Es ist nicht zu leugnen, dass die Ziele der Bilderberger eines Grosseuropas, dass der Nationalsozialisten sehr ähnlich sieht, und es ist tatsächlich so, dass es sich um eine Vereinigung von Faschisten handelt, unter der Führung der Oberglobalisten David Rockefeller und Henry Kissinger.

So hetzt Petritsch an anderer Stelle. Nun möchte der Verschwörungstheoretiker Petritsch, unter anderem mit der Band „Die Bandbreite“ und den Nationalräten der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei die „grösste Anti-NWO-Party aller Zeiten“ veranstalten.

Die eher harmlose Bilderberg-Konferenz wird also zur Zusammenkunft gar nicht so harmloser Rechtspopulisten, Verschwörungsfreaks und ordinären Antisemiten, die ebenfalls zusammenkommen werden, um für die Nationalstaaten und gegen die angebliche „Neue Weltordnung“ die Werbetrommel zu rühren.

Flugblatt gegen Bilderberger
Flugblatt gegen Bilderberger
Veranstaltung gegen die Bilderberger Konferenz
Veranstaltung gegen die Bilderberger Konferenz